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Nokia übernimmt Symbian

Nokia macht ernst, man will beim mobilen Internet ein gewichtiger Player werden.  Damit zielen die Finnen gegen Apple mit seinem iPhone und gegen die Android Plattform von Google.

Gemeinsam mit anderen Handy-Herstellern gründen sie die unabhängige Symbian-Stiftung (Presseerklärung), die das Handybetreibssystem zukünftig anbieten soll. Gleichzeitig wird Symbian damit Open Source und steht allen Interessierten zur Nutzung und Weiterentwicklung offen.

Damit versucht Nokia Symbian als einen Standard für Handy-Betriebssysteme möglichst breit festzusetzen. Eindeutig ist das iPhone mit seinen Funktionen ein Gegenspieler der Finnen. Hier hat Apple deutlich bei den Kunden punkten können und das neu Modell steht vor der Markteinführung. Das dürfte den Finnen Marktanteile kosten. Android ist dagegen noch kein wirklicher Gegenspieler da die ersten Handys erst Ende des Jahres kommen sollen. Fraglich ob das zu schaffen ist. Aber wenn die neue Stiftung erst in zwei Jahren die neue offene Version vorstellen will, dann ist das mit Sicherheit auch viel zu spät. Das Internet lebt da schneller, ein Punkt den Nokia offenbar erst noch lernen muss.

Die Firma steht vor einem Wandel vom Handy Hersteller zu einer Internet basierten, Inhalte liefernden Firma. Solch einen grundlegenden Wandel hat die Firma schon einmal durchgemacht, bedenkt man das Nokia in seiner Geschichte mal mit Papier und Gummistiefeln begonnen hat.

[via Handelsblatt]

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LinkedIn will Xing ausstechen

Der Ami Socialdienst LinkedIn hat in einer neuen Finanzierungsrunde rund 50 Millionen Dollar eingeholt. Das Geld ist für die ‚europäischen Expansionsplän‘ gedacht

„„Europa ist ein wesentlicher Teil der LinkedIn-Wachstumsstrategie“, sagte Kevin Eyres, Europa-Manager von LinkedIn. Noch in diesem Jahr sei auch eine Plattform für den deutschen Markt geplant, hieß es, ein genauer Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. In Europa stößt LinkedIn vor allem auf den deutschen Konkurrenten Xing, der vor seinem Börsengang als openBC firmierte und zuletzt in Europa 5,71 Millionen Mitglieder hatte. LinkedIn zählt inzwischen weltweit 23 Millionen Mitglieder, in Europa sind es sechs Millionen“

Da LinkedIn bisher ehr nur im englisch sprechenden Raum punkten konnte, wage ich zu bezweifeln ob die sich mit einem Deutschland Start einen gefallen tun. Gerade wo hier sich bereits viele Soziale Netzwerke tummeln. Da ist Xing, StudiVZ, Faceboo, MySpace und viele kleinere Netzwerke wie z.B. Wer-kent-wen.

Warum sollten die dortigen User nun wechseln wollen? Für mich eine teure Art sein Geld zu versenken! – LinkedIn ihr seit in Deutschland zu spät dran..

[via Welt Online]

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Livekonzerte

Gerad erst via Rivva gefunden, paulinepauline beschreibt sehr lebendig wie sie ein Konzert via Web live besucht hat. Das funktioniert über Tempodome.com.

Das musste ich mir gleich ansehen und war von der Idee und der Umsetzung begeistert.

Zur Zeit ist der Dienst kostenlos, aber “Für besondere Dienste werden wir aber in derzeit noch nicht absehbarer Zeit vermutlich auch Geld verlangen”. Wobei, das würde ich sogar mit machen um z. B. auf dem Wege bei einem ausverkauften Konzert dann doch dabei zu sein.

Nun such ich mir noch einen Event aus und schau dann mal 😉

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Nachdenkliches über Google

liefert der österreichische Journalist Gerald Reischl mit seinem Buch „Die Google Falle„.

Er setzt sich bewusst kritisch mit Google als Unternehmen auseinander. Die Suchmaschine nutzt wohl jeder häufig und macht sich dabei keine Gedanken über die dahinterstehende Firma. Das geht mir genauso.

Der Autor möchte mit seinem Buch zum Nachdenken anregen und „zur Bewusstseinsbildung beitragen“.

„Es wird anhand von Fakten bewiesen, dass Google seit Jahren schon der eifrigste Datensammler der Welt ist, dass es zahlreiche Patente auf Methoden gibt, mit denen die Internet-Nutzer verfolgt, analysiert und kategorisiert werden.“

Vieles was die Webseite zum Buch beschreibt kommt einem, der die Geschichte(n) rund um Google interessiert verfolgt, bereits bekannt vor. Aber für die große Mehrheit der Menschen, die das Internet und damit Google, ’nur‘ nutzen, bringt das Buch zumindest einen Einblick in die Problematiken die durch die Info-Sammelwut einer Firma entstehen.

Sicher nutzt der Autor auch bewusst den Namen und die damit verbundene Aufmerksamkeit für sein Buch, auf der anderen Seite steht auch fest: Man mag Google oder auch nicht, unabhängig davon bleibt es wahr, Google hat innerhalb kürzester Zeit einen gigantischen Informationspool aufgebaut. Und wer traut sich heut schon vorherzusagen für was diese Daten mal benutzt werden ?! Man wird nachdenklich…

Das Buch trägt zur Diskussion bei und das allein ist schon gut. Bei nächster Gelegenheit werde ich das Buch selbst lesen.

Gefunden bei Computerwoche

Verlag Carl Ueberreuter

Das Internet als Spielplatz

So scheint das Start-up GameLayers aus San Francisco es zu sehen und entwickelt das PMOG (Passively Multiplayer Online Game).

Die Idee ist bestechend einfach, man lädt sich eine Toolbar für den Firefox, meldet sich dann an und spielt mit. Nur das hier das Internet die ‚Spielwelt‘ ist und die Software das Surfverhalten aufzeichnet und für jede eindeutige URL, die in 24 Stunden besucht wurde Punkte vergibt. Der Spieler soll aber auch selbst aktiv werden und z.B. eigene Missionen anlegen. PMOG ist aktuell im geschlossenen Beta Test.

Es klingt irgendwie irre, da wird die Surfrunde im Internet plötzlich zum Spielplatz.

Allerdings möchte ich nicht mein Verhalten protokolliert haben, Überwachung bzw. die Wege dahin haben wir inzwischen ja schon reichlich. Die Datensammlung dürfte schnell viele ‚Interessenten‘ haben.

[Technology Review]

Umwelt im 3D-Netz

So schreibt Ben Schwan im Blog von Technology Review über die Kleinstadt Nanaimo in Kanada.
Hier haben die Stadtväter für ein virtuelles Nanaimo in Google Earth gesorgt und haben diverse KML-Dateien dazu vorbereitet.google-earth-10-700x406

Laut Google Earth ist diese Informationsfülle für eine Stadt bisher einmalig auf der Welt. In ihrer Datensammelwut haben die Stadtoberen nun diese weitestgehend per Web zugänglich gemacht. Egal ob man sich z.B. Häuser in 3D ansehen möchte, man bekommt dann auch gleich umfangreiche Hintergrundinformationen dazu. In Amerika ist das möglich, hoffentlich schreiten hierzulande die Datenschutzbeauftragten gegen so ein Vorhaben ein.

Sie wollens nicht wahr haben (Update)

Der Brockhaus kommt nun doch noch nicht ins Internet wie futurezone berichtet.

Der Starttermin ist auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben worde, um der Druckversion noch eine Chance zugeben. Laut Verlag soll es „zahlreichen Reaktionen auf die geplante Einstellung“ gegeben haben.

Frag ich mich welche Reaktionen das gewesen sein sollen oder spielt nicht viel mehr der Betriebsrat eine Rolle wegen der geplanten Stellenstreichungen in Mannheim in diesem Zusammenhang?!

In jedem Fall verliert der Brockhaus damit. Im Internet spielt der Faktor Zeit eine Rolle und da kann man nicht mal später die ‚weiteren Bände‘ eines Lexikons nachschieben. Das nimmt denen keiner ab.

Update: Bericht von Spiegel Online