Archiv der Kategorie: Startup

Neustart ins Neuland

Von digitalen Welten keine Ahnung? Alles Neuland? Aber interessiert was da so abläuft?Dann riskiert doch mal einen Blick in das neue Magazin Neustart von den Machern des t3n Magazins. Die waren so nett mir vorab einen Blick in die erste Ausgabe zu erlauben. Und der hat mir gefallen!

Neustart

In lockerer Abfolge geht es um Einblicke in die digitalen Themen unserer Zeit, aktuelle Technologien wechseln sich mit Vorstellungen von Start-ups und deren Gründern. Aber auch kritische Töne über den Vormarsch des Digitalen finden sich in dem Heft, neben einer spannenden Vorstellung eines Profigamers und eines Berichtes über die Gefährdungen durch Cyber-Krieger und über „Deutschland: Digitales Entwicklungsland?“.

Das Heft ließt sich flüssig, die Geschichten machen Laune beim Lesen und für (fast) jeden findet sich etwas Interessantes im Themenmix. Eine gute Vorstellung der Themen bietet auch die zugehörige Webseite neustart-magazin.de – schaut einfach mal vorbei, das Neustart-Team freut sich auf dein Feedback.

Empfehlenswert ist das Heft allen, die mal etwas mehr hinter den digitalen Schlagworten gucken möchten – ohne dafür gleich ein Informatikstudium zu absolvieren. Alle die sich Neuland etwas mehr erschließen wollen, bietet Neustart einen tollen Einstieg mit gut gemachten Storys und viel Abwechslungen. Ich bin gespannt ob sich Neustart durchsetzen wird und wie sich das Magazin im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Ab sofort kannst gibt es Neustart im Handel zu kaufen. 116 Seiten gefüllt mit spannenden Reportagen, Portraits und Storys aus der digitalen Welt für nur 3,90 Euro.

Update: Das Magazin wird leider nicht fortgesetzt, wie der Verlag hier mitteilt. Diese Entscheidung kippt ein gutes Konzept wie ich denke – sehr schade.

Buch: New Business Order

Der Titel ist so schön zweideutig, denn in den kommenden Jahrzehnten bricht die bisherige ‚alte‘ Wirtschaftsordnung um oder wie es zu dem Buch heißt:

Kleine Start-ups haben gerade erst angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und hoch flexibel. Sie entdecken neue Märkte – rund um Mobilität, Konsumgüter, Beratung und viele andere Bereiche – und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen.

Diese Firmen sind nicht zwingend nur Start-ups, im Buch gibt es etliche Beispiele auch von langjährigen Unternehmen. Aber allen ist gemein, dass sie flexibler agieren und einfach näher am Markt und ihren Kunden sind. Den etablierten Branchenkönigen werden diese Firmen einen heftigen Wettbewerb liefern. Parallel entwickeln sich in diesen neuen Unternehmen dabei die dazu passenden, neue Geschäftsmodelle. Diese basieren auf Werten wie Offenheit, Neugierde, enger Kontakt zum Kunden und enger Vernetzung untereinander. Klassische Hierarchien sind ihnenfremd, was allerdings nicht mit Chaos gleichgesetzt werden darf. Wer dies tut, unterschätzt diese neuen Wettbewerber!

Beispiele wo neue Unternehmen die alten hinwegfegen kennt eigentlich (fast) jeder. Bekannt ist der Absturz der ehemaligen Weltfirmen Nokia, einst die Firma für Mobiltelefone und heute? Die Handysparte wurde verkauft, der Wert des Unternehmens ist stark gesunken. Die Ursache ist warum das passierte ist auch bekannt. Nokia hat den Trend zum Smartphone nicht erkannt und sich dann zu lange sich diesen Wandel im Handymarkt verweigert. Stattdessen ist nun ein im Telefonmarkt völliger ‚Neuling‘ im Telefonmarkt ganz vorne – Apple.
Das ist sicherlich eines der bekanntesten Beispiele, andere betreffen den Musikmarkt wo der Weg weg von der CD zum Streaming nicht durch die etablierten Musikverlage beschritten wurde.

Solche Veränderungen in der Wirtschaft sind per se nichts neues. Firmen steigen auf, sind einige Zeit topp und dann wieder weg vom Fenster. Der Unterschied gegenüber früheren Zeiten, liegt heute in den veränderten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. In transparenten Märkten kommt es auf schnelle Reaktionen an, die Kunden wollen individueller bedient werden und vergleichen die Angebote mehr als es früher ihnen überhaupt möglich war. Diese Umstände werden dabei durch den digitalen Wandel maßgeblich vorangetrieben und das mittlerweile in (fast) allen Branchen!
Das Internet als weltumspannendes Kommunikationsnetz sorgt dafür, dass Informationen sofort weltweit verfügbar sind.

In ihrem Buch ‚New Business Order‘ stellen die beiden Autoren Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen diese neuen Ordnung an Hand von realen Firmen vor. Dabei handelt es sich nicht nur um Start-ups, auch etablierte Firmen, die den Wandel vollzogen haben, werden vorgestellt. Die vielen Beispiele sollen zum Nachdenken anregen, sollen Muster sein ohne dabei als How-to verstanden zu werden!

Das Buch gliedert sich in drei, logisch aufeinander aufbauende, Abschnitte. Der erste Teil bringt uns die sich gerade entwickelnden Umwälzungen näher. Was sind das für Herausforderungen vor denen die Unternehmen stehen und warum reagieren so viele falsch drauf? Das wird dann im Teil zwei untermauert durch Beispiele von Unternehmen die bereits auf diesen neuen Wegen unterwegssind. Was haben diese anders gemacht, worin unterscheiden sich deren Geschäftsmodelle zu den bisherigen? Im letzten Teil wagen die Autoren sich dann daran die hinter dieser Entwicklung stehenden Prinzipien und Modelle mit bekannten Theorien zu belegen. Dazu liefern die beiden Autoren am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung von Merksätzen und, was mir noch mehr gefiel, mit weiterführenden Literaturhinweisen. Super.

Das Buch bietet eine Fülle an Informationen wie es Firmen gelingt einen Markt neu aufzurollen. Und dieser Wandel geschieht immer öfter durch branchenfremde Firmen, die in andere Märkte einbrechen. Aktuellstes Beispiel sehe ich dazu im TV-Markt, wo inzwischen Amazon, Netflix, Google und Co. den traditionellen Sendeanstalten das Fürchten lehren. Fernsehen, wie wir es heute kennen, wird in spätestens fünf Jahren anders aussehen, total anders!

Dieses Buch fesselt einen, wer mit wachen Augen das Treiben der Wirtschaft verfolgt, wird sehr vieles plötzlich mit anderen Augen wahrnehmen. Der hier beschriebene Wandel findet jetzt statt.

Das Fazit: Ja, wir leben in einer spannenden Zeit und dieses Buch öffnet einem die Tür dazu.

NewBusinessOder_Cover_131021.indd

 

CHRISTOPH GIESALENA SCHILLER CLAUSEN

New Business Order
Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern

Erscheinungsdatum: 24.02.2014
Fester Einband, 316 Seiten
Preis: 19,90 €
ISBN 978-3-446-43874-3

Hanser Verlag

Das nächste große Ding – das Internet der Dinge

oder in Neudeutsch ‚The next big thing – Internet of Things’ ist keine neue Idee, die ersten Gedanken dazu stammen bereits von 1991!

Aber heute ist die Miniaturisierung und die Digitalisierung so weit. Seit einiger Zeit kommen immer mehr Anwendungen/Apps heraus. Dazu gibt es dann, meist kleinere, Geräte die in der Lage sind miteinander und mit der App zu kommunizieren. Das sind z. B. Armbänder als Fitness-Tracker (z. B. Fitbit) oder intelligente Lampen (z. B. Philips Hue). Damit steht das Internet der Dinge am Anfang. Teilweise sind diese Gadgets nur lustige Spielereien, aber andere zeigen bereits erste Ansätze wo die Fahrt hingehen wird.

Unsere Welt wird (noch) mehr miteinander vernetzt, nach dem wir Menschen uns immer mehr im Social Web a la Facebook untereinander vernetzen, geschieht dies nun auch mit den uns umgebenden Geräten, Anlagen und Fahrzeugen. Dazu bringt das Magazin t3n in seiner Ausgabe Nr. 33 viele Beispiele. Im ganzen Heft finden sich gute,erste Eindrücke über den Stand der Entwicklung, wer mag bekommt hier im Pageflip einen ersten Eindruck davon. Mich hat besonders das Interview mit
Robert Scoble interessiert, gilt er doch als einer der Vordenker im Internet. Als gnadenloser Optimist gewinnt er vielen dieser neuen Ideen meist positive Seiten ab. Wir in Deutschland sind da meist skeptischer 🙂

Ich bin mir aber sicher, dass solche Ideen wir Tado nur der erste Schritt sind um auch viele Menschen anzusprechen, die sich bisher wenig mit dem Internet beschäftigt haben. Viele dieser Menschen suchen Antworten, Lösungen für ganz konkrete Problemstellungen und genau das bietet z.B. Tado mit seiner intelligenten Heizungssteuerung.

Wir werden diese Entwicklungen des Internet der Dinge nicht aufhalten können! Daher halte ich es für absolut sinnvoll, dass sich möglichst viele Menschen damit auseinander setzen. Denn diese Entwicklung findet nicht nur auf technischer Ebene statt, viel mehr wird es massive Auswirkungen auch auf unsere Gesellschaft auf vielen anderen Ebenen haben.

Unser Leben ändert sich damit nochmal mindesten so radikal, wie es sich durch die Smartphones bereits verändert hat! Wie denkt Ihr darüber? Oder welche Erfahrungen habt Ihr bereits mit dem Internet der Dinge gemacht?

Das Internet als Spielplatz

So scheint das Start-up GameLayers aus San Francisco es zu sehen und entwickelt das PMOG (Passively Multiplayer Online Game).

Die Idee ist bestechend einfach, man lädt sich eine Toolbar für den Firefox, meldet sich dann an und spielt mit. Nur das hier das Internet die ‚Spielwelt‘ ist und die Software das Surfverhalten aufzeichnet und für jede eindeutige URL, die in 24 Stunden besucht wurde Punkte vergibt. Der Spieler soll aber auch selbst aktiv werden und z.B. eigene Missionen anlegen. PMOG ist aktuell im geschlossenen Beta Test.

Es klingt irgendwie irre, da wird die Surfrunde im Internet plötzlich zum Spielplatz.

Allerdings möchte ich nicht mein Verhalten protokolliert haben, Überwachung bzw. die Wege dahin haben wir inzwischen ja schon reichlich. Die Datensammlung dürfte schnell viele ‚Interessenten‘ haben.

[Technology Review]

Zuhause im Internet

Die Firma jooce bietet einen virtuellen PC für alle Online-Nomaden an.

Die Idee dahinter ist einfach, viele Menschen haben keinen eigenen PC, sind viel unterwegs und benötigen ihre Daten oder gehen von verschiedenen Orten und Maschinen online. All diesen Menschen will jooce einen persönlichen ‚Online Desktop‘ bieten der ihm allein „gehört“ und abgesichert ist.

Finanziert wird zur Zeit über Wagniskapital und dann wird es lokalisierte Werbung geben.
Für meinen Teil bin ich immer skeptisch wenn ich Daten online lagern soll, wie abgesichert ist abgesichert? Kann nicht doch von außen irgendjemand da ran?

Hat jemand damit bereits Erfahrung mit jooce?

Bericht bei silicon

Tüchtig

Erst heute im Hamburger Abendblatt den Artikel vom 12. März gelesen. Ein klasse Geschäftsidee.

Drei junge Hamburger bieten seit 2005 Trikots für Tischkicker an. Ihre Firma Kicker-Trikot bietet verschiedene Nationalmannschaftstrikots und aus der Bundesliga für den VfB Stuttgart und St. Pauli. Für Nordlichter gibts dann noch Flensburger 🙂

Irre Idee, konsequent umgesetzt und erfolgreich.

StartupWeekend verschoben

Das StartupWeekend @Cebit 2008 sollte am 7., 8. und 9. März auf der CeBit statt finden. Nun hat Cem Baseman die Veranstaltung auf der Messe am Freitag abgesagt und in seinem Blogbeitrag für den 17. / 18. Mai 2008 in Hamburg angekündigt.

Als Gründe nennt er ‚organisatorische Probleme in der Kooperation und Koordination auf der Messe…die sich offensichtlich nicht rechtzeitig lösen lassen‘.

Hut ab vor dieser Entscheidung, aber nur Konsequent für die Qualität einer solchen Veranstaltung. Wenn die Rahmenbedingungen nicht gegeben werden, dann ist eine Verschiebung alle mal besser als eine schlechte Show.

Warten wir auf Mai und das StartupWeekend. Die erste Veranstaltung hat im September 2007 bundesweit Beachtung gefunden. Sogar das ZDF sendete damals einen Bericht darüber.