Archiv der Kategorie: Kultur

Buch: New Business Order

Der Titel ist so schön zweideutig, denn in den kommenden Jahrzehnten bricht die bisherige ‚alte‘ Wirtschaftsordnung um oder wie es zu dem Buch heißt:

Kleine Start-ups haben gerade erst angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und hoch flexibel. Sie entdecken neue Märkte – rund um Mobilität, Konsumgüter, Beratung und viele andere Bereiche – und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen.

Diese Firmen sind nicht zwingend nur Start-ups, im Buch gibt es etliche Beispiele auch von langjährigen Unternehmen. Aber allen ist gemein, dass sie flexibler agieren und einfach näher am Markt und ihren Kunden sind. Den etablierten Branchenkönigen werden diese Firmen einen heftigen Wettbewerb liefern. Parallel entwickeln sich in diesen neuen Unternehmen dabei die dazu passenden, neue Geschäftsmodelle. Diese basieren auf Werten wie Offenheit, Neugierde, enger Kontakt zum Kunden und enger Vernetzung untereinander. Klassische Hierarchien sind ihnenfremd, was allerdings nicht mit Chaos gleichgesetzt werden darf. Wer dies tut, unterschätzt diese neuen Wettbewerber!

Beispiele wo neue Unternehmen die alten hinwegfegen kennt eigentlich (fast) jeder. Bekannt ist der Absturz der ehemaligen Weltfirmen Nokia, einst die Firma für Mobiltelefone und heute? Die Handysparte wurde verkauft, der Wert des Unternehmens ist stark gesunken. Die Ursache ist warum das passierte ist auch bekannt. Nokia hat den Trend zum Smartphone nicht erkannt und sich dann zu lange sich diesen Wandel im Handymarkt verweigert. Stattdessen ist nun ein im Telefonmarkt völliger ‚Neuling‘ im Telefonmarkt ganz vorne – Apple.
Das ist sicherlich eines der bekanntesten Beispiele, andere betreffen den Musikmarkt wo der Weg weg von der CD zum Streaming nicht durch die etablierten Musikverlage beschritten wurde.

Solche Veränderungen in der Wirtschaft sind per se nichts neues. Firmen steigen auf, sind einige Zeit topp und dann wieder weg vom Fenster. Der Unterschied gegenüber früheren Zeiten, liegt heute in den veränderten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. In transparenten Märkten kommt es auf schnelle Reaktionen an, die Kunden wollen individueller bedient werden und vergleichen die Angebote mehr als es früher ihnen überhaupt möglich war. Diese Umstände werden dabei durch den digitalen Wandel maßgeblich vorangetrieben und das mittlerweile in (fast) allen Branchen!
Das Internet als weltumspannendes Kommunikationsnetz sorgt dafür, dass Informationen sofort weltweit verfügbar sind.

In ihrem Buch ‚New Business Order‘ stellen die beiden Autoren Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen diese neuen Ordnung an Hand von realen Firmen vor. Dabei handelt es sich nicht nur um Start-ups, auch etablierte Firmen, die den Wandel vollzogen haben, werden vorgestellt. Die vielen Beispiele sollen zum Nachdenken anregen, sollen Muster sein ohne dabei als How-to verstanden zu werden!

Das Buch gliedert sich in drei, logisch aufeinander aufbauende, Abschnitte. Der erste Teil bringt uns die sich gerade entwickelnden Umwälzungen näher. Was sind das für Herausforderungen vor denen die Unternehmen stehen und warum reagieren so viele falsch drauf? Das wird dann im Teil zwei untermauert durch Beispiele von Unternehmen die bereits auf diesen neuen Wegen unterwegssind. Was haben diese anders gemacht, worin unterscheiden sich deren Geschäftsmodelle zu den bisherigen? Im letzten Teil wagen die Autoren sich dann daran die hinter dieser Entwicklung stehenden Prinzipien und Modelle mit bekannten Theorien zu belegen. Dazu liefern die beiden Autoren am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung von Merksätzen und, was mir noch mehr gefiel, mit weiterführenden Literaturhinweisen. Super.

Das Buch bietet eine Fülle an Informationen wie es Firmen gelingt einen Markt neu aufzurollen. Und dieser Wandel geschieht immer öfter durch branchenfremde Firmen, die in andere Märkte einbrechen. Aktuellstes Beispiel sehe ich dazu im TV-Markt, wo inzwischen Amazon, Netflix, Google und Co. den traditionellen Sendeanstalten das Fürchten lehren. Fernsehen, wie wir es heute kennen, wird in spätestens fünf Jahren anders aussehen, total anders!

Dieses Buch fesselt einen, wer mit wachen Augen das Treiben der Wirtschaft verfolgt, wird sehr vieles plötzlich mit anderen Augen wahrnehmen. Der hier beschriebene Wandel findet jetzt statt.

Das Fazit: Ja, wir leben in einer spannenden Zeit und dieses Buch öffnet einem die Tür dazu.

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CHRISTOPH GIESALENA SCHILLER CLAUSEN

New Business Order
Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern

Erscheinungsdatum: 24.02.2014
Fester Einband, 316 Seiten
Preis: 19,90 €
ISBN 978-3-446-43874-3

Hanser Verlag

Adventszeit

Mal endlich runter kommen und etwas besinnen, wie kann das besser gehen als mit guter Unterhaltung für die ganze Familie!

 

Urheberrecht: Julia Ginsbach, Copyright: Bosworth Music GmbH

Urheberrecht: Julia Ginsbach, Copyright: Bosworth Music GmbH

Darum habe ich uns Karten für die Aufführung „Die Himmelskinder-Weihnacht“ im Planetarium besorgt. Es war die Premierenvorstellung am 6. Dezember und leider waren viele Plätze wegen des Sturmes Xaver nicht besetzt – schade, die Menschen haben etwas verpasst.

Teleskop Urheberrecht: Julia Ginsbach, Copyright: Bosworth Music GmbH

Teleskop
Urheberrecht: Julia Ginsbach, Copyright: Bosworth Music GmbH

Das Stück von Wolfram Eicke, von ihm stammt auch das Familien-Musicals DER KLEINE TAG, und Dieter Faber ist für alle Weihnachtsfans ab 6 Jahren gedacht, aber auch unseren älteren Kidds und uns Erwachsenen hat es so gut gefallen. Eine Weihnachtsgeschichte in moderner Form, die aber auch immer wieder Anleihen an alte Lieder nimmt und dabei doch in ruhiger, besinnlicher Form abläuft. Gelesen vom Autor selbst und begleitet durch die wunderschönen Bilder von Julia Ginsbach an der Kuppel des Planetariums. Dazu dann immer wieder tolle Musik, war es wirklich schön. Für Kinder ist das Stück echt zu empfehlen!

Himmelskinder im Anflug Urheberrecht: Julia Ginsbach, Copyright: Bosworth Music GmbH

Himmelskinder im Anflug
Urheberrecht: Julia Ginsbach, Copyright: Bosworth Music GmbH

Maximilian Buddenbohm hat das Stück in seinem Artikel ‚Im Planetarium‚ und die Atmosphäre dabei sehr schön und mit viel besseren Worten als ich hier beschrieben.

Für mich selbst war es eine schöne, entspannte Einstimmung auf die Adventszeit – Weihnachten kann kommen 🙂

Erstausgabe der Schülerzeitung Coppywrite ist online

Da ist sie nun, die neue Schülerzeitung „Coppywrite“ am Coppernicus-Gymnasium Norderstedt ist online.
Das es nach Jahren wieder eine Schülerzeitung gibt ist dem Einsatz von Herrn Münster und seiner emsigen Redaktion zu verdanken.
Warum ich darüber schreibe? Nun mein Sohn hat sich beteiligt und ich bin stolz darauf. Also Grund genug darüber zu schreiben, wie ich finde. Aber lest doch einfach selbst.

 

Konzertbesuch

Am Wochenende war ich mit meinem Jüngsten zum Konzert des Symphonische Blasorchester Norderstedt (kurz SBN) in der TriBühne.

Ich war vorher noch nie auf so einem Konzert und dem entsprechend gespannt darauf wie es mir gefallen würde. Und es war gut, was für ein gutes Orchester haben wir da – der Besuch hat sich für mich gelohnt. Hier der Bericht aus der Norderstedter Zeitung dazu.

Übrigens nimmt das SBN dieses Jahr am Deutschen Orchesterwettbewerb in Hildesheim teil. Dort präsentiert es das Land Schleswig-Holstein mit dem Pflichtstück „Four Character Studies from Master Humphrey´s Clock“, dem Wahlstücken „Niagara Falls“ und „Interlude“ vor den Wertungsrichtern. Also Daumen drücken!

51 Tatort-Autoren und die Antwort von 51 Hackern des CCC

Wie von der Politik (PDF und der Kommentar dazu bei Netzpolitik.org) bestellt, erschien gestern der offene Brief von 51 Tatort-Autoren.
Was soll ich dazu sagen, so ein Käse – sehr schöne Antwort hier und durch 51 Hacker des CCC.

Es bleibt dabei, lest selbst und informiert Euch – ansonsten binden uns die alten Seil

schaften ihren Bären auf.

Update: Sehr schön dieses Statement eines direkt Betroffenen: Malte Welding: „Kurze Frage eines Urhebers: Wo ist mein Schotter?
Er stellt mal die richtigen Fragen in der laufenden Diskussion!

eBücher leihen

Aufmerksam geworden bin ich durch die Ankündigung von Skoobe, dem neuen Onlinedienst zum ausleihen von eBooks. Da steht dann:

Bei Skoobe zahlen Sie einen monatlichen Mitgliedsbeitrag und lesen dafür so viele Bücher, wie Sie möchten. Wählen Sie aus Tausenden Büchern und leihen Sie jeweils fünf zur gleichen Zeit aus. Die Bücher können Sie jederzeit austauschen, genau wie in Ihrer Bibliothek – nur ohne Fristen und Überziehungsgebühren.

Schaut man dann nach, kostet das Lesevergnügen dann 9,99 Euro im Monat – ein Abomodell also mit (immerhin) monatlicher Kündigungsfrist. Ausleihen darf man sich dann zwei (!) Bücher im Monat und zum lesen benötigt man eines der schicken Apfel-Geräte, für Android ist die App noch in Arbeit.

Bücher auf elektronischen Geräten zu lesen wird immer beliebter, denke ich da nur an den Kindle von Amazon. In London sah ich viele Menschen damit sich die Zeit in der Underground vertreiben.

Bei uns in der Stadtbücherei Norderstedt gibt es auch die Möglichkeit sich elektronische Medien auszuleihen. Das ist in dem Jahresbeitrag von 24,00 Euro im Jahr dabei. Möglich wird das über die „onleihe ZWISCHEN DEN MEEREN“ einem Projekt der Büchereizentrale Schleswig-Holstein. Unsere Stadtbücherei hat sich diesem Projekt angeschlossen, genauso wie neun weitere Büchereien aus ganz Schleswig-Holstein.
Das hört sich nicht schlecht an, rund um die Uhr können dort eBooks, Audio, Video und ePapers ausgeliehen werden. Und das mit einer einmaligen Jahresgebühr.

Unterstützt werden eine Vielzahl von ‚Geräten‘
Microsoft Windows: eAudio, eBooks im PDF-Format und ePUB-Format, ePaper, eVideo
MAC OS: eBooks im PDF-Format und ePUB-Format
LINUX: eBooks im PDF-Format
E-Book Reader/Smartphone/Tablet PC: nur eBooks im ePUB-Format, keine PDFs (auch wenn der E-Book-Reader PDF-kompatibel sein sollte)

Aber, der entscheiden Nachteil – es wird das alte Büchereiprinzip verwendet. Ist ein Medium ausgeliehen, dann kann es kein anderer bekommen?! Ja, richtig gelesen. Es leiht einer und jeder weitere Interessent muss bis zur ‚Rückgabe‘ warten.

Was ist das denn, wir haben 2012 und da wird so ein Konzept verfolgt. Der Vorteil elektronischer Daten wird hier ad absurdum geführt. Warum sollte ein potentieller Leser auf ein eBook warten wie früher meine Oma auf den Bestseller in der Bücherei?

Damals, in der Steinzeit der Büchereien, konnte es nicht anders funktionieren. Ein Buch war eben nur in einer begrenzten Zahl von Exemplaren vorrätig. Aber doch nicht mehr heute bei elektronischen Daten. Hier sind neue Wege machbar. Bitte nachbessern!

Fazit, es gibt viele Wege an eBooks zu kommen. Neben Skoobe auch Größen wie Amazon und eben die Büchereien. Alle nehmen dafür Geld, was auch vollkommen in Ordnung ist. Allerdings erwarte ich als Konsument auch eine Vorteil davon wie z.B. ein attraktives Angebot, günstigere Preise als die gedruckten Werke und ein einheitliches Format für möglichst viele ‚Lesegeräte‘.
So ist für meinen Geschmack Skoobe ebenso zu teuer wie der Kauf bei Amazon. Das Angebot der Büchereien ist nett, aber durch den veralteten Leihmodus wenig attraktiv.

Allerdings bin ich mir sicher, dass alles sind noch die Kinderkrankheiten im Markt der eBooks. Es wird noch etwas dauern, aber dann setzen sich bessere Lösungen durch. Bei Musik hat das ja auch geklappt.

Eine Legende der Rockmusik wäre heute 65 Jahre alt geworden

Freddie Mercury, Sänger der Rockband Queen wäre heute 65 Jahre alt geworden.
Google ehrt ihn heute mit einem besonderem Doodle, super anzusehen.
Der Standard.at beschreibt es so:

 Google widmet ihm einenDoodle und zwar den zweitlängsten in der Doodle Geschichte. 98 Sekunden dauert das animierte Video das mit dem Lied „Don’t Stop Me Now“ unterlegt ist.

[youtube=https://www.youtube.com/watch?v=KX2BQM0D01M&feature=player_embedded]

Philosphie am Freitag

Diesen Text bekam ich heute per Mail..

Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier

Wenn die Dinge in Deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden im Tag nicht genug sind, erinnere Dich an den „Blumentopf und das Bier“.

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten erneut zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig „ja“.

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

„Nun“, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, „Ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllend wäre.“
„Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben“, fuhr der Professor fort, „hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden.

Spielen Sie mit den Kindern.

Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung.

Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus.

Es wird immer noch Zeit bleiben um das

Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen.“

„Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.“

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll.
Der Professor schmunzelte: „Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.“

Aktuell bin ich mehr mit den Kieselsteinen beschäftigt und muss gut auf meine Golfbälle achten. Darum fällt hier zur Zeit sowenig ab, der Blog ist mehr in Richtung Sand, aber einer der Spaß macht 😉

Ein schönes Wochenende; kümmert Euch um Eure Golfbälle und findet Zeit für ein oder zwei Bierchen !!

Danke Mark für die Erinnerung !

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Freie Inhalte im Web

Wer immer schon mehr über freie Inhalte, Musik, Grafiken und Texte wissen wollte, dem Hilft, als Einstieg, diese Serie bei Heise Open weiter.

Gut auch die Erklärung zu Creative Commons und welche Spielarten es dabei gibt. Das Spannende dabei ist, das Thema muss kein Widerspruch für Firmen sein.

Teil 1: Freie Musik, Filme und Bücher
Teil 2: Freie Forschung, Lehre und Bildung
Teil 3: Hobby und Kultur

[via Heise Open]

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