Schlagwort-Archive: Web

Buch: Bitcoin kurz & gut

Was sind Bitcoins eigentlich? Inzwischen taucht der Name Bitcoin langsam im Alltag auf, das Fernsehen berichtet darüber und auch gewisse Totholzmedien haben sie als Thema zur Schlagzeile entdeckt – meist negativ behaftet. Das Böse Internet…

Wird also Zeit sich mal selbst damit näher zu beschäftigen. Mit der Buchreihe kurz & gut bietet der O’Reilly Verlag dazu diese kleine Buch ‚Bitcoin – kurz & gut‚ an. Auf knapp 200 Seiten erfährt der geneigte Leser übersichtlich die wichtigsten Dinge rund um das Thema digitales Geld aka Bitcoin.

Bitcoin

Der Autor Jörg Platzer ist Mitglied der Crypto Economics Consulting Group und Vorstandsmitglied des Bundesverband Bitcoin. In Berlin ist er selbst seit Jahren aktiver Bitcoin Anwender und Nutzer. In seiner Bar ROOM77 kann der Gast mit Bitcoin zahlen.

Er erläutert locker und verständlich die Hintergründe zu Bitcoins. Wie entsteht das digitale Geld eigentlich und welche Bedeutung haben diese Mechanismen? Wie kann ich Bitcoins selbst bekommen? Wie verwende ich Bitcoins als Geld? Welche Softwareprodukte gibt es?

Wie gesagt das Buch bietet kurz und verständlich einen großen Bogen durch das Thema Bitcoin. Dabei geht es stellenweise technisch zu, aber immer sind seine Erläuterungen auch ohne Vorkenntnisse verständlich geschrieben.
Das Buch bietet somit den idealen Ausgangspunkt um in das Thema Einzusteigen oder sich einen schnellen, guten Einblick darüber zu verschaffen. Wissen statt Parolen aus den Medien!

Bitcoin_kurz_gut

Bitcoin – kurz & gut

By Joerg Platzer

1. Auflage September 2014
ISBN 978-3-95561-650-2
208 Seiten, broschiert
Preis: 12,90 Euro
eBook-Format: PDF, 9,90 Euro

Digital Natives

Als Digital Natives werden im Artikel Was die Generation Internet ihren Eltern voraus hat des Tagesanzeigers aus der Schweiz die Personen, deren Geburtsdatum frühestens in den 80er-Jahren liegt bezeichnet. Wir anderen sind dagegen die Generation X, die zwischen 1960 und 1980 geboren wurden.

Da bin ich als ‚X‘ dann mitten dabei und kann am eigenen Nachwuchs die neuen Natives beobachten. Wobei ich mich als „Digitale Immigranten “ schon weiterentwickelt sah sehe…

Wird spannend die eigenen Sprösslinge zu beobachten…

Sehr interessanter Text, danke Robert für den Link.

Bookmark and Share

Viel Chrome um Nichts?

Irre wie die simple Veröffentlichung eines Browsers in so kurzer Zeit einen derartigen Medienhype entfachen konnte. Kannte man bisher nur bei Produktankündigungen von Apple.

Nun hat es Google geschafft, eigentlich war die Ankündigung ungewollt und zufrüh veröffentlicht, dann wurde sie schnell noch offiziell gemacht und gleich tobte die Nachricht durch die Blogs und die (Fach-)Presse. Gestern Abend brachte selbst die Tagesschau einen kurzen Bericht und heute infomieren bereits die allgemeinen Tageszeitungen (z.B. Hamburger Abendblatt) auf den ersten Seiten ihre Leser darüber.

Cem hat herausgefunden das Chrome inzwischen auf Rang 4 ( Clicky.com (Live Daten!) ) bei den Browsern rangiert. Kein Wunder nach dem Rummel schaut sich wohl jeder das Teil einmal an. Gefallen hat mir Roberts Bericht, der mehr aus der Anwendersicht schreibt und keine Vorteil in Chrome findet.

Der Kern ist meiner Meinung, nur weil Google draufsteht fliegen alle darauf – wie die Fliegen. Da wird Blind zugegriffen und Google bekommt freiwillig immer mehr personenbezogene Informationen geliefert. Das ist für die bares Geld! Können sie uns dann noch direkter mit, vermeintlich zutreffender Werbung bombadieren und gezielt auf, vermutlich gewünschte Seiten im Web lenken.

Und kaum einer stört sich daran, sieh GMail etc. von Google – die DatenKrake bekommt immer längere Arme.

Bookmark and Share

Verbreitung von Nachnamen in der Welt

„Um die Verbreitung von Nachnamen auf einer Weltkarte darzustellen, greift das Worldnames-Projekt von Geografen des University College London (UCL) auf eine Datenbank von 300 Millionen Namen in 26 Ländern zu.“

10,8 Mio. Nachnamen und 6,5 Mio. Vornamen enthält die Datenbank, allerdings ist (noch) nicht die ganze Welt vertreten. In Afrika, Asien und Südamerika ist die Suche noch erfolglos.

Wenn man dann Erfolg hat, dann kann man in mehreren Stufen in Details einsteigen – soweit diese den schon Verfügbar sind. Klappt halt noch nicht überall. Interessante Spielerei für alle Ahnenforscher und ähnlich Interessierte.

Eine Besonderheit ist die Quelle wo die Daten hergekommen sind, die Forscher des Centre for Spatial Analysis haben die Daten aus Wahlregistern sowie Telefon- und Adressverzeichnissen abgekupfert !

Welche Brisanz in der aktuellen Datenschutzpannenserie weltweit. Einzig das hier die Details nicht für den Webuser nicht abrufbar sind – oder doch ?

[via Computerwoche]

Bookmark and Share

Abmahnung abwehren

Dabei will ein neues, kostenloses eBook helfen.

„Die Initiative Abmahnwahn-Dreipage, der Verein gegen den Abmahnwahn e. V. und Rechtsanwalt Dr. Alexander Wachs haben nun zusammen ein eBook namens „Wegweiser Abmahnungen“ veröffentlicht. Das 96 Seiten umfassende Werk gibt es zum kostenlosen Download (pdf).

Wer dem Verein gegen den Abmahnwahn 5 Euro überweist, der erhält ein PDF mit zusätzlichen Möglichkeiten zum Anklicken von Links und zum Ausdrucken. Eine dritte, professionelle Variante gibt es bei Rechtsanwalt Wachs.“

Das ersetzt keinen (!) Anwalt, aber es kann vielleicht im ersten Schrecken helfen und Mut machen gegen den Abmahnwahn an zu gehen.

[via Heise Online]
Bookmark and Share

CompuServe ist tot

Wer kennt noch CompuServe?

Das war noch vor WWW Zeiten, damals ein geschlossener Dienst nur für seine Mitglieder. Anfangs in den USA dann auch in Europa. Es gab Foren zu allen möglichen Themen in denen ein reger Austausch stattfand.

Mit AOL begann ein Dienst für die Massen, dann startete das Web seinen Siegeszug und CompuServe brachen seine Mitglieder weg. Der Dienst schlüpfte unter die Fitche von AOL, wurde dann als Web-Portal umgebaut und nun wird er gänzlich eingestellt:

„Der Provider CompuServe hat seinen Kunden fristgerecht zum Ende des laufenden Monats gekündigt. Die Einwahl in CompuServe ist nur noch bis 31. Juli möglich, auch die CompuServe-Mail-Adresse wird danach gelöscht.“

Ende – aus – vorbei

Vermissen werden ich diese geschlossenen Dienste nicht. Konnte mich damals schon nicht damit anfreunden, dass Dritte mir vorgaben was ich im Netz zu sehen bekomme. Daher habe ich schon früh das Web direkt angesteuert und nicht via CompuServe oder AOL genutzt.

[via Heise Online]

Bookmark and Share

Eltern haften für Urheberrechtsverletzungen ihrer Kinder

So ein Urteil des Landgerichts (LG) München I (Az. 7 O 16402/07) gegen Eltern deren damals 16-jährige Tochter Videos auf myvideo.de und video.web.de eingestellt hatte. Die Videos waren aus 70 urheberrechtlich geschützten Fotografien hergestellt worden. Der Rechteinhaber hatte neben der Tochter auch die Eltern auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz verklagt.

Nach Auffassung der Münchner Richter haben die Eltern ihre Aufsichts- und Belehrungspflicht verletzt.

„Eine einweisende Belehrung sei „grundsätzlich zu fordern, da die Nutzung eines Computers mit einem Internetanschluss – soweit keine ‚Flatrate‘ vereinbart worden ist – nicht nur erhebliche Verbindungsgebühren verursachen kann, sondern auch erhebliche zivilrechtliche Haftungsrisiken birgt, von den Gefahren, die durch jugendgefährdende Inhalte ausgehen, ganz zu schweigen“, erklärten die Richter. In diesem Sinne handle es sich bei einem PC um einen „gefährlichen Gegenstand“.“

Andere Gerichte sehen das deutlich weniger streng, so dass Belehrungen durch die Eltern nur „wenn es konkrete Anhaltspunkte für Urheberrechtsverletzungen gebe“ notwendig sind.

Sicher sind die Urheberrechte auch im Internet zu schützen. Aber alle Eltern – und das Urteil führt dazu, wenn sich diese Sichtweise durchsetzt – haben dann nach Meinung der Münchner Richter per se schon ihre Aufsichtspflicht verletzt.

Wer führt denn ernsthaft mit seinen Kidds eine Diskussion über diese Themen, wenn es keinen Grund dazu gibt! Und wie sollten das dann nach Meinung der Richter von den Eltern belegt werden können? Reicht da die simple Behauptung vor Gericht man habe ‚belehrt‘ aus? Wie sollen sich Eltern gegen solche Klagen schützen?

[via Heise Online]

[auch lesen bei netzpolitik.org]

Bookmark and Share

Nokia übernimmt Symbian

Nokia macht ernst, man will beim mobilen Internet ein gewichtiger Player werden.  Damit zielen die Finnen gegen Apple mit seinem iPhone und gegen die Android Plattform von Google.

Gemeinsam mit anderen Handy-Herstellern gründen sie die unabhängige Symbian-Stiftung (Presseerklärung), die das Handybetreibssystem zukünftig anbieten soll. Gleichzeitig wird Symbian damit Open Source und steht allen Interessierten zur Nutzung und Weiterentwicklung offen.

Damit versucht Nokia Symbian als einen Standard für Handy-Betriebssysteme möglichst breit festzusetzen. Eindeutig ist das iPhone mit seinen Funktionen ein Gegenspieler der Finnen. Hier hat Apple deutlich bei den Kunden punkten können und das neu Modell steht vor der Markteinführung. Das dürfte den Finnen Marktanteile kosten. Android ist dagegen noch kein wirklicher Gegenspieler da die ersten Handys erst Ende des Jahres kommen sollen. Fraglich ob das zu schaffen ist. Aber wenn die neue Stiftung erst in zwei Jahren die neue offene Version vorstellen will, dann ist das mit Sicherheit auch viel zu spät. Das Internet lebt da schneller, ein Punkt den Nokia offenbar erst noch lernen muss.

Die Firma steht vor einem Wandel vom Handy Hersteller zu einer Internet basierten, Inhalte liefernden Firma. Solch einen grundlegenden Wandel hat die Firma schon einmal durchgemacht, bedenkt man das Nokia in seiner Geschichte mal mit Papier und Gummistiefeln begonnen hat.

[via Handelsblatt]

Bookmark and Share