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Eine Büchereikarte für jeden Schulanfänger

Heute gelesen, der Satz vom Leiter der Bücherei, Ingo Tschepe:

„Zur guten Tradition beim Schulanfang der Erstklässler sollte es gehören, dass in den Schultüten eine Büchereikarte steckt“

Recht hat er, wie kann man Kinder besser zum lesen animieren als mit einer eigenen Büchereikarte. Und das beste für die Eltern, dieses Geschenk ist kostenlos in den Norderstedter Büchereien. Zur Anmeldung benötigen die Eltern nur ihren Personalausweis und schon kann der Spaß für ihre Kinder beginnen.

Quelle: Zeitung, keine Verlinkung (LSR)

Geschichtsstunde

Neulich habe ich den Blogeintrag Geschichtsstunde bei Herzdamengeschichten, das ist der Blog Maximilian Buddenbohm, von  gelesen und war davon sehr berührt.

Und heute bin ich über einen weiteren Eintrag wieder darauf gekommen. Der Text ist einfach gut und treffend geschrieben und ähnelt in einigen Teilen meiner Familiengeschichte , von der ich viel zuwenig kenne. Deshalb möchte ich hiermit alle, die dies hier lesen, darauf hinweisen.
Lest diesen wunderbaren Text!

eBücher leihen

Aufmerksam geworden bin ich durch die Ankündigung von Skoobe, dem neuen Onlinedienst zum ausleihen von eBooks. Da steht dann:

Bei Skoobe zahlen Sie einen monatlichen Mitgliedsbeitrag und lesen dafür so viele Bücher, wie Sie möchten. Wählen Sie aus Tausenden Büchern und leihen Sie jeweils fünf zur gleichen Zeit aus. Die Bücher können Sie jederzeit austauschen, genau wie in Ihrer Bibliothek – nur ohne Fristen und Überziehungsgebühren.

Schaut man dann nach, kostet das Lesevergnügen dann 9,99 Euro im Monat – ein Abomodell also mit (immerhin) monatlicher Kündigungsfrist. Ausleihen darf man sich dann zwei (!) Bücher im Monat und zum lesen benötigt man eines der schicken Apfel-Geräte, für Android ist die App noch in Arbeit.

Bücher auf elektronischen Geräten zu lesen wird immer beliebter, denke ich da nur an den Kindle von Amazon. In London sah ich viele Menschen damit sich die Zeit in der Underground vertreiben.

Bei uns in der Stadtbücherei Norderstedt gibt es auch die Möglichkeit sich elektronische Medien auszuleihen. Das ist in dem Jahresbeitrag von 24,00 Euro im Jahr dabei. Möglich wird das über die „onleihe ZWISCHEN DEN MEEREN“ einem Projekt der Büchereizentrale Schleswig-Holstein. Unsere Stadtbücherei hat sich diesem Projekt angeschlossen, genauso wie neun weitere Büchereien aus ganz Schleswig-Holstein.
Das hört sich nicht schlecht an, rund um die Uhr können dort eBooks, Audio, Video und ePapers ausgeliehen werden. Und das mit einer einmaligen Jahresgebühr.

Unterstützt werden eine Vielzahl von ‚Geräten‘
Microsoft Windows: eAudio, eBooks im PDF-Format und ePUB-Format, ePaper, eVideo
MAC OS: eBooks im PDF-Format und ePUB-Format
LINUX: eBooks im PDF-Format
E-Book Reader/Smartphone/Tablet PC: nur eBooks im ePUB-Format, keine PDFs (auch wenn der E-Book-Reader PDF-kompatibel sein sollte)

Aber, der entscheiden Nachteil – es wird das alte Büchereiprinzip verwendet. Ist ein Medium ausgeliehen, dann kann es kein anderer bekommen?! Ja, richtig gelesen. Es leiht einer und jeder weitere Interessent muss bis zur ‚Rückgabe‘ warten.

Was ist das denn, wir haben 2012 und da wird so ein Konzept verfolgt. Der Vorteil elektronischer Daten wird hier ad absurdum geführt. Warum sollte ein potentieller Leser auf ein eBook warten wie früher meine Oma auf den Bestseller in der Bücherei?

Damals, in der Steinzeit der Büchereien, konnte es nicht anders funktionieren. Ein Buch war eben nur in einer begrenzten Zahl von Exemplaren vorrätig. Aber doch nicht mehr heute bei elektronischen Daten. Hier sind neue Wege machbar. Bitte nachbessern!

Fazit, es gibt viele Wege an eBooks zu kommen. Neben Skoobe auch Größen wie Amazon und eben die Büchereien. Alle nehmen dafür Geld, was auch vollkommen in Ordnung ist. Allerdings erwarte ich als Konsument auch eine Vorteil davon wie z.B. ein attraktives Angebot, günstigere Preise als die gedruckten Werke und ein einheitliches Format für möglichst viele ‚Lesegeräte‘.
So ist für meinen Geschmack Skoobe ebenso zu teuer wie der Kauf bei Amazon. Das Angebot der Büchereien ist nett, aber durch den veralteten Leihmodus wenig attraktiv.

Allerdings bin ich mir sicher, dass alles sind noch die Kinderkrankheiten im Markt der eBooks. Es wird noch etwas dauern, aber dann setzen sich bessere Lösungen durch. Bei Musik hat das ja auch geklappt.

Kinderbuch nicht indiziert

Gestern bin ich in der Bahn auf das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ und die ihm drohende Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften aufmerksam geworden. Der Antrag für die Indizierung kommt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das machte mich neugierig.

Hab dann mal bei Amazon zu dem Buch nachgeschlagen. Die dortigen Kommentare gehen, wie bei dem Thema nicht anders zu erwarten, weit auseinander. Es geht in dem Buch um die drei Weltreligionen (Judentum, Christentum und Islam) und die Frage, ob einem religionsfreien Kind „etwas fehlt“. Es endet mit » Und die Moral von der Geschicht‘ Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht! «

Auf der Webseite ‚Rettet das kleine Ferkel‚ gibt es viele Informationen, Links etc. zum Buch und den Autoren vom Verlag und der Giodano Bruno Stiftung.

In seiner Sitzung am 6. März hat dann die Bundesprüfstelle entschieden das Buch nicht zu indizieren. Der Antrag weist aus, das das Buch nicht antisemitisch ist. Diese Ansicht vertritt auch der Zentralrat der Juden in Deutschland in seiner Presseerklärung vom 6. Februar 2008. Das das Buch Religionskritik (an allen Weltreligionen) übt war für die Prüfstelle ’nicht entscheidungserheblich, da dies keinen Tatbestand der Jugendgefährdung darstellt‘.

Egal wie man zu dem Buch steht, ich halte es da wie der Alte Fritz der sagte: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden