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Buch: Bitcoin kurz & gut

Was sind Bitcoins eigentlich? Inzwischen taucht der Name Bitcoin langsam im Alltag auf, das Fernsehen berichtet darüber und auch gewisse Totholzmedien haben sie als Thema zur Schlagzeile entdeckt – meist negativ behaftet. Das Böse Internet…

Wird also Zeit sich mal selbst damit näher zu beschäftigen. Mit der Buchreihe kurz & gut bietet der O’Reilly Verlag dazu diese kleine Buch ‚Bitcoin – kurz & gut‚ an. Auf knapp 200 Seiten erfährt der geneigte Leser übersichtlich die wichtigsten Dinge rund um das Thema digitales Geld aka Bitcoin.

Bitcoin

Der Autor Jörg Platzer ist Mitglied der Crypto Economics Consulting Group und Vorstandsmitglied des Bundesverband Bitcoin. In Berlin ist er selbst seit Jahren aktiver Bitcoin Anwender und Nutzer. In seiner Bar ROOM77 kann der Gast mit Bitcoin zahlen.

Er erläutert locker und verständlich die Hintergründe zu Bitcoins. Wie entsteht das digitale Geld eigentlich und welche Bedeutung haben diese Mechanismen? Wie kann ich Bitcoins selbst bekommen? Wie verwende ich Bitcoins als Geld? Welche Softwareprodukte gibt es?

Wie gesagt das Buch bietet kurz und verständlich einen großen Bogen durch das Thema Bitcoin. Dabei geht es stellenweise technisch zu, aber immer sind seine Erläuterungen auch ohne Vorkenntnisse verständlich geschrieben.
Das Buch bietet somit den idealen Ausgangspunkt um in das Thema Einzusteigen oder sich einen schnellen, guten Einblick darüber zu verschaffen. Wissen statt Parolen aus den Medien!

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Bitcoin – kurz & gut

By Joerg Platzer

1. Auflage September 2014
ISBN 978-3-95561-650-2
208 Seiten, broschiert
Preis: 12,90 Euro
eBook-Format: PDF, 9,90 Euro

Buch: Das Buch zu RaspberryPi mit Linux

ist ein weiteres Einsteiger Buch in der Querformatreihe des O’Reilly Verlages. Wie immer wird hier dem Beginner das Thema Seite für Seite anschaulich näher gebracht. Dieses Mal geht es um den Einplatinencomputer Raspberry Pi,  den uns der Autor Stefan Pietraszak hier Schritt für Schritt näher bringt. Wie der Autor schreibt,

es soll den Grundstein legen für Leser, die bisher wenig Erfahrungen mit dem Raspberry Pi oder Linux (oder beidem) gesammelt haben.

Und das gelingt ihm , wie ich finde, sehr gut. Beginnend mit den Grundlagen zum Pi baut das Buch das Wissen langsam und verständlich beim Leser auf. Es stellt verschiedenste Einsatzmöglichkeiten vor, die in den ersten Versuchen auch den unerfahrenen Leser gelingen sollten. Nach den Grundlagen folgt die Einrichtung des Betriebssystems Raspbian und ein Kapitel mit Linux Grundlagen. Damit ist der aufmerksame Anwender dann bereit die ersten Softwareprojekte umzusetzen.

Durch die Kleinprojekte, wie zum Beispiel den RadioPi, den MusikPi oder den Pi als Backup-Server, bekommt der Pi-Anfänger eine gute Vorstellung über die schier unbegrenzte Potentiale an Einsatzmöglichkeiten für einen Raspberry Pi. Aber in allen vorgestellten Projekten geht es primär um Software-Projekte, wer sich mehr für Hardware Hacks mit dem Raspberry Pi interessiert, wird von diesem Buch schnell enttäuscht sein. Erst zum Ende widmet sich das Buch knapp zu diesem Themengebiet. Das Buch schließt mit Hinweisen zu weiterführender Lektüre, Projekt-Webseiten und Communities rund um den Raspberry Pi.

Für mich ist dies ein gelungenes Einsteigerbuch für den Raspberry Pi und seinem OS auf der Basis von Linux. Gerade durch seine übersichtlichen Umfang hilft es den Leser sich darauf zu konzentrieren und somit auch zu seinen ersten eigenen Erfolgen zu kommen. Die Form und Sprache ist bewusst für IT-Anfänger gewählt und liegt damit ganz auf der Linie für die der Raspberry Pi einmal entwickelt wurde, um bei der jüngeren Generation das Interesse an Eigenentwicklungen zu wecken. Und wenn das auch bei älteren gelingt, ist dieses sicherlich nicht verkehrt.
Gehen Sie diesen Schritt mit und erobern Sie für sich selbst die Welt der IT und der Programmierung.
Raspberry Pi mit Linux

By Stefan Pietraszak

1. Auflage Mai 2014
ISBN 978-3-95561-698-4
288 Seiten, broschiert
Preis: 19,90 €

eBook-Format: PDF, 16,– €

Buch: New Business Order

Der Titel ist so schön zweideutig, denn in den kommenden Jahrzehnten bricht die bisherige ‚alte‘ Wirtschaftsordnung um oder wie es zu dem Buch heißt:

Kleine Start-ups haben gerade erst angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und hoch flexibel. Sie entdecken neue Märkte – rund um Mobilität, Konsumgüter, Beratung und viele andere Bereiche – und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen.

Diese Firmen sind nicht zwingend nur Start-ups, im Buch gibt es etliche Beispiele auch von langjährigen Unternehmen. Aber allen ist gemein, dass sie flexibler agieren und einfach näher am Markt und ihren Kunden sind. Den etablierten Branchenkönigen werden diese Firmen einen heftigen Wettbewerb liefern. Parallel entwickeln sich in diesen neuen Unternehmen dabei die dazu passenden, neue Geschäftsmodelle. Diese basieren auf Werten wie Offenheit, Neugierde, enger Kontakt zum Kunden und enger Vernetzung untereinander. Klassische Hierarchien sind ihnenfremd, was allerdings nicht mit Chaos gleichgesetzt werden darf. Wer dies tut, unterschätzt diese neuen Wettbewerber!

Beispiele wo neue Unternehmen die alten hinwegfegen kennt eigentlich (fast) jeder. Bekannt ist der Absturz der ehemaligen Weltfirmen Nokia, einst die Firma für Mobiltelefone und heute? Die Handysparte wurde verkauft, der Wert des Unternehmens ist stark gesunken. Die Ursache ist warum das passierte ist auch bekannt. Nokia hat den Trend zum Smartphone nicht erkannt und sich dann zu lange sich diesen Wandel im Handymarkt verweigert. Stattdessen ist nun ein im Telefonmarkt völliger ‚Neuling‘ im Telefonmarkt ganz vorne – Apple.
Das ist sicherlich eines der bekanntesten Beispiele, andere betreffen den Musikmarkt wo der Weg weg von der CD zum Streaming nicht durch die etablierten Musikverlage beschritten wurde.

Solche Veränderungen in der Wirtschaft sind per se nichts neues. Firmen steigen auf, sind einige Zeit topp und dann wieder weg vom Fenster. Der Unterschied gegenüber früheren Zeiten, liegt heute in den veränderten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. In transparenten Märkten kommt es auf schnelle Reaktionen an, die Kunden wollen individueller bedient werden und vergleichen die Angebote mehr als es früher ihnen überhaupt möglich war. Diese Umstände werden dabei durch den digitalen Wandel maßgeblich vorangetrieben und das mittlerweile in (fast) allen Branchen!
Das Internet als weltumspannendes Kommunikationsnetz sorgt dafür, dass Informationen sofort weltweit verfügbar sind.

In ihrem Buch ‚New Business Order‘ stellen die beiden Autoren Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen diese neuen Ordnung an Hand von realen Firmen vor. Dabei handelt es sich nicht nur um Start-ups, auch etablierte Firmen, die den Wandel vollzogen haben, werden vorgestellt. Die vielen Beispiele sollen zum Nachdenken anregen, sollen Muster sein ohne dabei als How-to verstanden zu werden!

Das Buch gliedert sich in drei, logisch aufeinander aufbauende, Abschnitte. Der erste Teil bringt uns die sich gerade entwickelnden Umwälzungen näher. Was sind das für Herausforderungen vor denen die Unternehmen stehen und warum reagieren so viele falsch drauf? Das wird dann im Teil zwei untermauert durch Beispiele von Unternehmen die bereits auf diesen neuen Wegen unterwegssind. Was haben diese anders gemacht, worin unterscheiden sich deren Geschäftsmodelle zu den bisherigen? Im letzten Teil wagen die Autoren sich dann daran die hinter dieser Entwicklung stehenden Prinzipien und Modelle mit bekannten Theorien zu belegen. Dazu liefern die beiden Autoren am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung von Merksätzen und, was mir noch mehr gefiel, mit weiterführenden Literaturhinweisen. Super.

Das Buch bietet eine Fülle an Informationen wie es Firmen gelingt einen Markt neu aufzurollen. Und dieser Wandel geschieht immer öfter durch branchenfremde Firmen, die in andere Märkte einbrechen. Aktuellstes Beispiel sehe ich dazu im TV-Markt, wo inzwischen Amazon, Netflix, Google und Co. den traditionellen Sendeanstalten das Fürchten lehren. Fernsehen, wie wir es heute kennen, wird in spätestens fünf Jahren anders aussehen, total anders!

Dieses Buch fesselt einen, wer mit wachen Augen das Treiben der Wirtschaft verfolgt, wird sehr vieles plötzlich mit anderen Augen wahrnehmen. Der hier beschriebene Wandel findet jetzt statt.

Das Fazit: Ja, wir leben in einer spannenden Zeit und dieses Buch öffnet einem die Tür dazu.

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CHRISTOPH GIESALENA SCHILLER CLAUSEN

New Business Order
Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern

Erscheinungsdatum: 24.02.2014
Fester Einband, 316 Seiten
Preis: 19,90 €
ISBN 978-3-446-43874-3

Hanser Verlag

Buch: Das Neue und seine Feinde

Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen

Die Situation kennt wohl ein jeder in ähnlicher Form. Da soll etwas Neues eingeführt werden oder man ist über etwas Neues begeistert und bei anderen stößt dieses Neue auf Skepsis oder sogar pure Ablehnung. Innovationen haben es am Anfang halt immer besonders schwer.

„Was brauchen wir? Allgemeine Lust am Neuen! So einfach. Solange wird die nicht haben, muss sich alles Neue gegen unsere allgemeine Unlust durchbeißen. “

Foto von Andreas Naurath

Foto von Andreas Naurath

omnisophie) beschreibt in seinem Buch genau diese Situation. Er beschreibt aus seinen Erfahrungen, als IBM Mitarbeiter über die Schwierigkeiten Neues intern voran zu bringen ebenso, wie über seine Probleme Neues bei Kunden zu verkaufen. Er erzählt direkt aus seinem reichhaltigen Leben. Dabei ist sein Ausdrucksweise so bildhaft, dass ich immer wieder ähnliches in meinen eigenen Erfahrungen wiedererkannt habe.

Es geht (fast) allen Innovationen so, immer wieder müssen Zögernde für das Neue begeistert werden. Zweifler wollen angehört werden und mit den Verweigerern sollte diskutiert werden. Es sind in viele kleine Schritte! Erst wenn mehrfach diese Art von Hürden überwunden wurden, kann sich eine Innovation (das Neue) ein Stück weiter durchsetzen, bis es dann am Ende vielleicht Allgemeingut wird. Klappt es nicht so gut endet das Neue als Spielzeug für eine kleine Minderheit oder verschwindet wieder in der Versenkung.

„Die großen Ideen ziehen so langsam herauf – und irgendwann verwirklicht sie jemand, der die große Kraft dazu hat, der den Nerv der Kunden trifft, der das Feld glücklich in dem Moment beackert, als „der Markt reif wird“ und die benötigten Infrastrukturen bereitstehen. Dieser erst ist für uns der wirklich berühmte Mensch, der „seiner“ Erfindung zum Durchbruch verhalf! Der Durchbruch ist das Entscheidende, nicht die Idee an sich. Die hat buchstäblich jeder. „Es müsste eine Maschine geben, die Geschirr abwaschen kann“ oder „Man müsste alle Bücher und alle Musik der Welt im Handy haben“ oder „Autos sollten selbst fahren können“… Das kann sich jeder wünschen, aber wer setzt es um? „

Innovationen sind der Weg in das Unbekannte, der steinige Weg, wo vorher noch keiner war. Die Schwierigkeiten auf diesen Wegen schrecken viele Menschen mit tollen Ideen ab. Gunter Dueck macht mit seinem Buch diesen Menschen hoffentlich Mut. Es geht allen Erfindern mit guten Ideen so, das ist seine Aussage! Die Herausforderungen sind immer ähnlich, in ihrer Art und Weise eigen, aber im Hintergrund laufen immer wieder dieselben Prozesse ab. Das deckt er mit seinem Buch deutlich auf. In seinem kurzweiligen Schreibstil erläutert er diese Prozesse gut verständlich.

Sein Buch gliedert sich in drei Teile. Es beginnt mit der Problemstellung von Innovationen und wie aus einer tollen Idee erst eine Innovation wird. In dieser Phase gilt es bereits die ersten Hürden zu nehmen. Im zweiten Teil schreibt er über die großen Hürden, die jede Innovation überspringen muss, um ein Erfolg zu werden. Es geht um Blockaden, um überzogene Erwartungen und die Herausforderungen durch das Management. Der letzte Teil stellt Gunter Duecks Überlegungen zum idealen Innovationsumfeld dar. Es ist kein Regelwerk für Neues, es sind Ideen und Anregungen aus seiner langen Erfahrung als erfolgreicher Innovator bei IBM.

Danke des lockeren Schreibstils liest sich das Buch erfreulich flüssig. Durch bildliche Vergleiche wird selbst trockener Stoff von Gunter Dueck verständlich gemacht. Es macht einfach Spaß seinen Gedankengängen zu folgen. Wie schon gesagt, in etlichen Beschreibungen erkannte ich ähnliche Situationen aus meinem Berufsleben wieder. Das Buch ist kein Regelwerk oder gar eine Anleitung a la ‚Wie (er)finde ich eine Innovation‘, aber es regt zum Nachdenken an. Manche Schwierigkeit im Beruf wird einem dadurch (vielleicht) verständlicher, die Prozesse dahinter werden für einen sichtbarer.

Wie Gunter Dueck schreibt, Innovationen brauchen mehr als nur eine Idee, es sind

„Energie, Herzblut, Durchsetzung, eine glückliche Hand, ein tolles Gründerteam, verständnisvolle Investoren, Geduld – das sind die Faktoren, auf die es ankommt! “

Das Buch „Das Neue und seine Feinde“ ist im Campus Verlag erschienen.

Gunter Dueck
Das Neue und seine Feinde
Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen

Erscheinungstermin: 16.01.2013
Hardcover gebunden
282 Seiten
inklusive E-Book
24,99 Euro

EAN 9783593397177

Buch ‚Raspberry Pi – Einsteiger und User Guide‘

Raspberry_LogoEs ist die deutsche Übersetzung des englischen Buches ‚Raspberry Pi User Guide‘ und ist im mitp-Verlag erschienen.

Der kleine Einplatinen-Computer Raspberry Pi hat seit seinem ersten Erscheinen 2012 eine große Fan-Gemeinde in aller Welt bekommen. Warum?

Er ist klein, dafür aber recht Leistungsstark, er ist sehr sparsam im Verbrauch, günstig in der Anschaffung und offen für eigene Entwicklungen und Programmierung.

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Den dafür ist er ursprünglich erdacht worden, als Lerncomputer für Schüler um bei ihnen die Freunde am Programmieren zu wecken. Dazu hat Eben Upton mit Kollegen den Kleinen PI bis 2011 entwickelt. Und dann wurden sie von ihrem Erfolg völlig überrollt. Wollten sie ursprünglich nur ein paar Tausend Stück in UK verkaufen, gibt es ihn heute auf der ganzen Welt. Durch eine rege Community werden Erfahrungen, Tipps und Bauanleitungen ausgetauscht. Viele Software wurde bereits für den PI angepasst und so auf seiner ehr minimalistischen Hardware zum Laufen gebracht.

Solche Hintergründe erfährt der Leser immer wieder so nebenbei in diesem Buch, während er Schritt für Schritt den Raspberry PI besser kennen lernt. Durch den lockeren Schreibstil kommt dabei nie Langeweile auf.
Das Buch beginnt kurz und knapp mit der Vorstellung der Hardwarekomponenten des PI. Dann führt es durch die erste Inbetriebnahme mit Debian-Linux, dem favorisiertem Betriebssystem der Autoren für den PI. Durch diese ersten Schritte unter Linux bekommt der Leser schnell den Einstieg in das Betriebssystem auf dem PI hin.

Anschließend werden dann einige von den vielen Einsatzmöglichkeiten für den Raspberry vorgestellt, wie z. B. als Mediacenter. Der Leser erfährt, wie er diese Anwendungen selbst auf seinem PI zum laufen bekommt. Nebenbei vertieft er dabei auch noch seine Linux-Erfahrungen!
Und so geht es dann folgerichtig mit den ersten eigenen Programmierversuchen in Scratch und Python weiter. Schließlich ist das ja das Ziel, der Leser soll den Spaß an der Programmierung entdecken. Zum Ende des Buches stellen die Autoren Erweiterungs- und Einsatzmöglichkeiten der Hardware vor.

Alles wird von Grund auf im Buch erklärt und setzt keine Vorkenntnisse beim Leser voraus. Insofern ist dieses Buch ein schöner, angenehm zu lesender Einstieg in die Welt der Programmierung und der Computerhardware des Raspberry PI.
Das Buch soll neugierig machen und den Einstieg erleichtern. Und diesen Zweck erfüllt es.

RaspberryPi

Eben Upton und Gareth Halfacree
25. Januar 2013 
ISBN 978-3-8266-9522-3
288 Seiten
Euro 19,95
eBook-Format epub oder PDF
Euro 16,99

Buch ‚Das Evernote-Buch‘

EvernoteIn der Reihe „Für Einsteiger – Quintessenz im Querformat“ hat der O’Reilly Verlag das ‚Evernote Buch‘ über den Cloud-Dienst Evernote herausgegeben. Evernote bietet sich dem Anwender als virtuelles Gedächtnis für Notizen aller Art an. Großer Vorteil ist dabei, dass Evernote für sehr viele Plattformen zugänglich ist und so auf sehr vielfältige Art verwendet werden kann

Im praktischen Querformat bietet das Buch Seite für Seite dem Einsteiger leicht verständliche Hilfe beim Einstieg in die Nutzung des Evernote Webdienstes. Nach einer kurzen Einleitung, was Evernote überhaupt für ein Dienst ist, wird der Leser Schritt für Schritt bei der Einrichtung und der Installation zu Evernote an die Hand genommen. Dabei werden für die verschiedenen Plattformen (PC, Mac, iOS, Android) die grundlegenden Funktionen vorgestellt.
Es folgen Grundlagen zur Verwendung für Text-, Foto-, Video-, Sprach- und Handschriftlichen Notizen. Praktische Hinweise zur Suche über Schlagwörter (Tags) und Ordnungsstrukturen helfen dem Beginner gleich vom Start an eine gute Struktur in seine Notizensammlung zu bekommen. Im weiteren gibt es dann Beispiele zur sinnvollen Verwendung dieses Webdienstes, mit praktischen Beispielen aus dem Alltag der Autoren.

Da Evernote als Webdienst auch Teamarbeit (kostenpflichtig) unterstützt, geht das Buch auch auf diese Möglichkeiten ein. Die Erläuterungen zu den Evernote-Apps und den Verknüpfungsmöglichkeiten mit anderen Webdiensten wie Google Mail und Kalender oder auch IFTTT (If This Than That) runden das Buch ab.

Für jeden, der in Evernote einsteigen möchte und bisher nur wenig Erfahrungen mit Webdiensten hat, ist dieses Buch eine gute Hilfe. Durch seinen strukturierten Aufbau und die verständliche Sprache ist es gerade für Einsteiger eine echte Hilfe!
Ich selbst nutze Evernote bisher nur sporadisch, aber durch die Tipps aus diesem Buch habe ich für mich einige neue Möglichkeiten entdeckt die ich nun im Alltag probieren werde.

Evernote

Dominique Pleimling, Stefan Aufenanger
1. Auflage November 2013 
ISBN 978-3-95561-403-4
216 Seiten
Euro 19,90
eBook-Format: PDF
Euro 16,00

 

Buch ‚Das Facebook-Buch für Eltern‘

Als Eltern haben wir zu Hause gerade aktuell dieses Thema Facebook (FB) und so hat mich der Titel ‚Das Facebook-Buch für Eltern‘ neugierig gemacht. Mit zwei pubertierenden Jungs bleibt dieses Thema nicht aus, den ‚alle‘ an der Schule haben das doch auch. 😉
Da wird ein Kind dann schon mal schräg angeguckt, wenn es dann keinen Facebook-Account hat. Entsprechend habe ich das Buch quasi als ‚Betroffener‘ gelesen.

In der Einleitung geht das Buch auf die sich wandelnden Kommunikationswege unserer Gesellschaft ein. Es kommt zu dem Schluss, dass beide Seiten, Eltern und Kinder, ein Recht auf ‚ihre‘ Art der Kommunikation haben. Eltern sollten daher ihre Kinder in die neue mediale Welt begleiten und diese nicht pauschal verdammen, gerade wenn sie diese digitale Welt selbst nicht nutzen wollen.
Als aktiver Nutzer des Internets hat mir diese Aussage natürlich gefallen. Die Nutzung von Dingen aus und mit dem Netz ist inzwischen soweit in unser aller Alltag eingedrungen, dass man sich besser damit beschäftigen sollte. Nur so kann man bewusst mit den Möglichkeiten, aber auch den Risiken umgehen. Und genau das ist auch der Grundtenor des Buches.

Im Buch wird FB mit seiner bisherigen Geschichte vorgestellt. Das ist interessant für alle Eltern, die sich noch nie damit befasst haben. Dann folgen Kapitel zu den Grundfunktionen, über die Bedienung und Nutzung von FB. Alles ist immer kurz, teilweise meiner Meinung nach fast schon zu kurz, auf einer Seite abgehandelt. Die Themen im jeweiligen Kapitel bauen dabei logisch aufeinander auf.

Die lesenden Eltern erhalten so einen Einblick in FB und dessen Nutzung durch die Jugendlichen von heute. Informationen über die Frage ‚Wie begleite ich mein Kind‘ umfassen neben den Grundeinstellungen des FB-Accounts auch die Frage nach dem zeitlichen Zugriff auf FB. Wichtig sind die Hinweise zu den rechtlichen Themen wie Urheber- und Bildrechte. Informativ fand ich die Seiten zum Schutz der Privatsphäre, soweit das bei einer Nutzung von FB überhaupt möglich ist. Die mobile Nutzung von FB ist ebenso ein Thema, wie auch die Frage womit FB eigentlich sein Geld verdient um seine Dienste dem Anwender kostenlos anbieten zu können.

Das Buch ist für mich nur bedingt geeignet gewesen, da ich bereits zu viel über das Thema vorher gewusst habe. Aber für alle Eltern die mit Internet, Facebook und sozialen Netzwerken so gar nichts anzufangen wissen, kann das Buch eine Hilfe zum Einstieg in diese Themen sein. Wer sich bereits ein wenig mit FB beschäftigt hat, findet immerhin noch ein paar Hinweise und Tipps die ihm weiterhelfen.

Aber das Buch ist kein fester Leitfaden für unsichere Eltern! Es kann lediglich die Dinge rundum FB erläutern und dem Leser Tipps und Anregungen für den Umgang mit FB geben. Die konkrete Umsetzung müssen Eltern selbst, gemeinsam mit ihren Kindern, übernehmen.

„Wichig ist nur, dass Sie aufgeschlossen und interessiert sind und bleiben“ – Dem ist nichts hinzuzufügen!

FB_Buch

 

 

 

 
 
Tobias Albers-Heinemann & Björn Friedrich
1.Auflage Oktober 2012, O’Reilly Verlag
ISBN 978-3-86899-379-0
336 Seiten, broschiert
Euro 17,90
eBook-Format: PDF 
Euro 14,00

Buch ‚Kabelsalat‘

‚Wie ich einem kaputtem Kabel folgte und das Innere des Internet entdeckte‘, im Original ‚Tubes. A journey to the center of the Internet‘
Der Untertitel gibt es schon die Richtung des Buches aus dem Knaus Verlag vor, wobei ich den englischen Untertitel noch treffender finde – ein Reisebericht zu den realen Orten des Internet.

Es beginnt mit dem Ausfall der Internetverbindung in der Wohnung des Journalisten Andrew Blum (@ajblum) in New York. Auf der Suche nach der Ursache dieser Störung landet er dann im Hinterhof seiner Wohnung, wo ein Eichhörnchen offenbar an der Leitung geknabbert hat. Dieses Ereignis war der Auslöser für den Autor, er macht sich immer mehr Gedanken darüber was es bedeutet ‚online‘ zu sein. Er fragt sich, wo und was sind die körperlichen Strukturen des Internet?
Andrew Blum beginnt so seine ganz persönliche Reise, was hier wörtlich zu verstehen ist, er sucht verschiedenste Orte des Internets auf und trifft sich dort mit den Menschen vor Ort. Konkret besucht er Orte wo das Internet physisch anfassbar ist. Der Leser erfährt gemeinsam mit ihm dabei etwas über die Anfänge des Internets, seine Entwicklung und das frühere Entscheidungen noch heute Auswirkungen auf das Internet haben. Es ist eine Reise entlang der Glasfaserstränge an verschiedenste Orte auf der Welt und mit immer wieder überraschenden Perspektivwechseln.
Am Ende ist das Netz für ihn (und ein Stück auch für die Leser) ‚kein formloses Knäul mehr, sondern ein Geflecht aus ganz konkreten Wegen, das die vertraute physische Geographie der Erde überlagert‘.

Wer sich für das Netz der Netze mehr interessiert als ’nur online zu sein‘, dem sei dieses Buch empfohlen. Es kommt ohne technische Ausdrucksweisen aus, so dass es auch nicht IT’ler es leicht verstehe können und vermittelt allen Lesern eine andere Sicht auf das fast schon alltägliche Internet. So wie Andrew Blum am Ende feststellt, das Netz ist ‚keine physische oder virtuelle Welt, sondern eine menschliche. … Von einer Warte aus gibt es dort nur eines: Sie. Mich. Ganz egal, wo ich bin und wo sie sind‘.

Autor: Andrew Blum
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Albrecht Knaus Verlag (22. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3813503887
ISBN-13: 978-3813503883
Euro 19,99

Slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln

Slides, der englische Ausdruck für Folien sagt eigentlich schon wohin das Buch einen führt. Der zweite Teil des Titels gibt dann die Richtung deutlicher an. Es geht in diesem Buch aus dem O’Reilly Verlag nicht darum dumpf das Erstellen von Powerpoints dem Leser zu zeigen. Sondern es geht der Autorin um Hilfestellungen bei der Erstellung von verständlichen und aussagekräftigen Vortragsunterlagen.


Slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln
ISBN 978-3-89721-939-7
296 Seiten, broschiert
EUR34.90
 

Dabei geht das Buch schrittweise auf einzelne Aspekte einer Präsentation ein und führt den Leser sehr verständlich die Unterschiede im Aufbau von guten Unterlagen vor Augen. Durch direkte vorher/nachher Vergleiche wird einem beim lesen der Unterschied zwischen einer ‚geht so‘ und einer ‚gut verständlichen‘ Folie deutlich. Alle Beispiele sind leicht nachvollziehbar und verständlich erklärt.

Durch Bücher wie dieses merkt man erst, wie einfallslos viele heutige Präsentationen gerade durch ‚Standardwerkzeuge‘ a la Powerpoint geworden sind. Das Buch versucht den Leser hier abzuholen und gibt ihm handfeste Tipps dazu, wie er seinen Vortrag und die Präsentation besser darstellen kann.

Dieses Buch bringt jeden, der beruflich Präsentieren muss, in seinen Möglichkeiten weiter. Eine Musslektüre würde ich meinen und ich werde Slide:ology daher immer wieder zur Hand nehmen.

Das Google+ Buch

Mit sozialen Netzen beschäftige ich mich nun schon eine ganze Weile und da war mein Interesse an dem neuen Google+ Buch (O’Reilly Verlag) von Annette Schwindt gleich geweckt.
Trotz meiner eigenen Erfahrungen mit Google+ war ich gespannt, was mir das Buch zusätzlich an Neuem vermitteln würde.

Um es gleich zu sagen, meine Erwartung passt nicht zu dem Anspruch den das Buch hat. Das Buch wendet sich eindeutig an Google+ (Netzwerk) Neulinge. Aber diese Zielgruppe erfährt in den 12 Kapiteln, detailiert und sehr anschaulich beschrieben, alles zum Google-Netzwerk. Thematisch reicht das Buch von den Grundlagen, über Fotos, Video, Hangouts und mobiler Nutzung, bis zur Nutzung unter geschäftlichen Gesichtspunkten.

Detailiert geht die Autorin schritt für schritt, von der ersten Anmeldung an, auf die verschiedenen Funktionalitäten ein. Sie beschreibt sehr verständlich und mit vielen Bildern, wie die Funktionalitäten zu bedienen und zu nutzen sind. Vielfach wird die Beschreibung mit zusätzlichen Hinweisen und Tipps aus der persönlichen Erfahrung von Frau Schwindt ergänzt. Als Leser bekommt man so einen ‘Rundgang’ durch Google+ und später ist das Buch gut als Nachschlagewerk geeignet. Das Buch setzt kein Vorwissen voraus und nur selten stolpert man über einen Begriff, der nicht erklärt wird.

Da Google sein Netzwerk beständig erweitetert und verändert, war ich erstaunt zu sehen, wie aktuell das Buch ist. Offenbar wurde bis zum letzten Moment am Inhalt und der Bilder gearbeitet.
Für mich ist dieses Buch eine klare Empfehlung für Einsteiger in die Nutzung von Google+. Durch den schrittweise Aufbau wird der Neuling von der Anmeldung an durch alle wichtigen Funktionalitäten geführt. Alles ist übersichtlich dargestellt und wird gut erläutert. Man kommt ohne Vorwissen aus und die Sprache verstehen auch Nicht-Computerexperten.
Das halte ich für besonders wichtig, damit auch wirklich Netzwerkneulingen der Einstieg in Google+ gelingt.

1. Auflage Mai 2012
ISBN 978-3-86899-160-4
252 Seiten, broschiert
vierfarbig
EUR17.90
eBook Ausgabe: Das Google+ Buch (eBook)