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Viel Chrome um Nichts?

Irre wie die simple Veröffentlichung eines Browsers in so kurzer Zeit einen derartigen Medienhype entfachen konnte. Kannte man bisher nur bei Produktankündigungen von Apple.

Nun hat es Google geschafft, eigentlich war die Ankündigung ungewollt und zufrüh veröffentlicht, dann wurde sie schnell noch offiziell gemacht und gleich tobte die Nachricht durch die Blogs und die (Fach-)Presse. Gestern Abend brachte selbst die Tagesschau einen kurzen Bericht und heute infomieren bereits die allgemeinen Tageszeitungen (z.B. Hamburger Abendblatt) auf den ersten Seiten ihre Leser darüber.

Cem hat herausgefunden das Chrome inzwischen auf Rang 4 ( Clicky.com (Live Daten!) ) bei den Browsern rangiert. Kein Wunder nach dem Rummel schaut sich wohl jeder das Teil einmal an. Gefallen hat mir Roberts Bericht, der mehr aus der Anwendersicht schreibt und keine Vorteil in Chrome findet.

Der Kern ist meiner Meinung, nur weil Google draufsteht fliegen alle darauf – wie die Fliegen. Da wird Blind zugegriffen und Google bekommt freiwillig immer mehr personenbezogene Informationen geliefert. Das ist für die bares Geld! Können sie uns dann noch direkter mit, vermeintlich zutreffender Werbung bombadieren und gezielt auf, vermutlich gewünschte Seiten im Web lenken.

Und kaum einer stört sich daran, sieh GMail etc. von Google – die DatenKrake bekommt immer längere Arme.

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Die vierte Macht? (Update)

Es gibt Zufälle, lese ich doch heute morgen in der Welt vom zehnjährigen Geburtstag von Google am kommenden Wochenende. (In der Zeitung war ne nette Timeline über die zehn Jahre mit den Schritten der Google Entwicklungen. Leider nicht online zu finden..)

Dann schreibt Cem in seinem Blog, dass Google seinen eigenen Browser heraus bringt. Google Chrome heißt das Teil, wird Open Source sein und als Beta erstmal nur für Windows herauskommen. Voll die Microsoft Strategie, erst Mal ankündigen und damit alle anderen lähmen.
Der Google Blog verlinkt einen Comic über Chrome der viele Details beschreibt. Witzige Idee das mal so vorzustellen. Und hier gibts dann ein paar Screenshots von Google Chrome (Danke Ish)

Geschickt besetzt damit Google die gesamte Strecke im Web, von der Suche über die Dienste bis auf die Maschine des Anwenders. Der Browser ist das System, ade ihr Betriebssysteme – wie ihr auch immer heißen mögt. Cem bringt es auf dem Punkt: „Google ist auf dem Weg zum Monopolisten. Mir wird leicht mulmig.“

Da stimme ich ihm zu, hier wird eine Firma immer stärker und das weltweit. Eine neue Macht, neben Staaten, Religionen und den alten Konzernen, entsteht vor unser aller Augen. Scheinbar mühelos überrennt Google sie alle.

Und wir arbeiten fleißig daran mit, nutzen die Suche, GMail, YouTube und wie die Angebote von Google alle heißen.  Google nutzen (fast) alle, Google kennt damit (uns) alle(s) und sammelt immer mehr an Informationen.
Wo bringt uns das hin? Wird das zum Schaden oder zum Nutzen sein?

Monopole waren immer schlecht für die Menschheit, in der IT hat Microsoft das nur zu deutlich gezeigt.
Nur gibt es noch ein Zurück von Google? Oder tritt dann nur ein anderer Spieler an deren Stelle?

Update: Gerade bei Robert gelesen, in Chrome wird Google eine UAP (unique application numbers) enthalten! Super Sache für Google wie Volker zeigt:

Your copy of Google Chrome includes one or more unique application numbers. These numbers and information about your installation of the browser (e.g., version number, language) will be sent to Google when you first install and use it and when Google Chrome automatically checks for updates. If you choose to send usage statistics and crash reports to Google, the browser will send us this information along with a unique application number as well. Crash reports can contain information from files, applications and services that were running at the time of a malfunction.“

Damit scant uns Google dann total, ein Schelm wer dabei böses denkt (don’t be evil – oder?). Bekommst halt personalisierte Werbung via Chrome – besser kann’s für Google doch nicht laufen…

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Warum Apple ?

Da scheinen nun auch bei Apple alle Sicherungen durchzugehen, beim Autoupdate wird einfach der Safari Browser mitinstalliert. Wer das kleine Häkchen in dem Fenster nicht bemerkt und entfernt bekommt Apples Browser auch auf seinen PC. Super, eine echt vertrauensbildende Massnahme.

Diese Automatismen müllen mir die Kiste voll und als unbedarfter Anwender kann ich mich dann über einen langsamer werdenden Rechner und plötzliche Inkompatibilitäten von Programmen wundern.

Dafür bekommt Apple den sauren PC verliehen.

Kritik auch von Seiten Mozilla (via Computerwoche)

Browser Wars 2.0

tituliert futurezone.ORF.at in seinem Artikel zu den kommenden neuen Versionen des Mozilla Firefox 3 Beta und des Internet Explorers 8 Beta von Microsoft. Wobei der Einsatz einer Beta Version für den regulären Gebrauch nicht ratsam ist!

Grundsätzlich stimmt es ja, durch die neuen Versionen wird die ewig alte Debatte wiedereinmal neu angefacht. Andererseits geht es hier nicht in eine neue Runde sondern die beiden Produkte wurden weiterentwickelt. Und das ist auch gut so. Für mich ist das aktuelle Geschehen daher kein neuer Browserkrieg oder eine neue Runde darin. Inzwischen sollten die Anwender soweit selbständig sein und eine eigene Entscheidung treffen können.

Gesunder Wettbewerb ist wichtig, damit wir als Anwender gute Software bekommen. Alles andere ist Stillstand und den konnte man vor Firefox nur zu gut beobachten. Also weiter im Wettbewerb (gern mit mehr Kandidaten), aber fair bitte !