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Buch: Bitcoin kurz & gut

Was sind Bitcoins eigentlich? Inzwischen taucht der Name Bitcoin langsam im Alltag auf, das Fernsehen berichtet darüber und auch gewisse Totholzmedien haben sie als Thema zur Schlagzeile entdeckt – meist negativ behaftet. Das Böse Internet…

Wird also Zeit sich mal selbst damit näher zu beschäftigen. Mit der Buchreihe kurz & gut bietet der O’Reilly Verlag dazu diese kleine Buch ‚Bitcoin – kurz & gut‚ an. Auf knapp 200 Seiten erfährt der geneigte Leser übersichtlich die wichtigsten Dinge rund um das Thema digitales Geld aka Bitcoin.

Bitcoin

Der Autor Jörg Platzer ist Mitglied der Crypto Economics Consulting Group und Vorstandsmitglied des Bundesverband Bitcoin. In Berlin ist er selbst seit Jahren aktiver Bitcoin Anwender und Nutzer. In seiner Bar ROOM77 kann der Gast mit Bitcoin zahlen.

Er erläutert locker und verständlich die Hintergründe zu Bitcoins. Wie entsteht das digitale Geld eigentlich und welche Bedeutung haben diese Mechanismen? Wie kann ich Bitcoins selbst bekommen? Wie verwende ich Bitcoins als Geld? Welche Softwareprodukte gibt es?

Wie gesagt das Buch bietet kurz und verständlich einen großen Bogen durch das Thema Bitcoin. Dabei geht es stellenweise technisch zu, aber immer sind seine Erläuterungen auch ohne Vorkenntnisse verständlich geschrieben.
Das Buch bietet somit den idealen Ausgangspunkt um in das Thema Einzusteigen oder sich einen schnellen, guten Einblick darüber zu verschaffen. Wissen statt Parolen aus den Medien!

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Bitcoin – kurz & gut

By Joerg Platzer

1. Auflage September 2014
ISBN 978-3-95561-650-2
208 Seiten, broschiert
Preis: 12,90 Euro
eBook-Format: PDF, 9,90 Euro

Neustart ins Neuland

Von digitalen Welten keine Ahnung? Alles Neuland? Aber interessiert was da so abläuft?Dann riskiert doch mal einen Blick in das neue Magazin Neustart von den Machern des t3n Magazins. Die waren so nett mir vorab einen Blick in die erste Ausgabe zu erlauben. Und der hat mir gefallen!

Neustart

In lockerer Abfolge geht es um Einblicke in die digitalen Themen unserer Zeit, aktuelle Technologien wechseln sich mit Vorstellungen von Start-ups und deren Gründern. Aber auch kritische Töne über den Vormarsch des Digitalen finden sich in dem Heft, neben einer spannenden Vorstellung eines Profigamers und eines Berichtes über die Gefährdungen durch Cyber-Krieger und über „Deutschland: Digitales Entwicklungsland?“.

Das Heft ließt sich flüssig, die Geschichten machen Laune beim Lesen und für (fast) jeden findet sich etwas Interessantes im Themenmix. Eine gute Vorstellung der Themen bietet auch die zugehörige Webseite neustart-magazin.de – schaut einfach mal vorbei, das Neustart-Team freut sich auf dein Feedback.

Empfehlenswert ist das Heft allen, die mal etwas mehr hinter den digitalen Schlagworten gucken möchten – ohne dafür gleich ein Informatikstudium zu absolvieren. Alle die sich Neuland etwas mehr erschließen wollen, bietet Neustart einen tollen Einstieg mit gut gemachten Storys und viel Abwechslungen. Ich bin gespannt ob sich Neustart durchsetzen wird und wie sich das Magazin im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Ab sofort kannst gibt es Neustart im Handel zu kaufen. 116 Seiten gefüllt mit spannenden Reportagen, Portraits und Storys aus der digitalen Welt für nur 3,90 Euro.

Update: Das Magazin wird leider nicht fortgesetzt, wie der Verlag hier mitteilt. Diese Entscheidung kippt ein gutes Konzept wie ich denke – sehr schade.

Wir leben in einer Zeit des Wandels!

Es ist seit Jahren spannend zu beobachten wie sich unsere Wirtschaft und damit auch unsere Gesellschaft verändert. Erst durch die Elektronik und dann durch die Digitalisierung, die inzwischen (fast) allgegenwärtig ist. Das Internet ist in der Breite angekommen, ja mit all seinen Vor- und Nachteilen, und im kleinen läuft bereits der nächste Schritt, das Internet der Dinge.

Wie Start-ups und andere agile Fimen damit umgehen, beschreibt sehr schön das Buch ‚New Business Order‚. Das Lesen lohnt sich! Diesen Wandel ganz praktisch hat Markus in seinen Posting ‚Bloggen bis die Blase platzt‚ beschrieben. Und er schreibt zu recht, wie die Autoren des Buches, dass dieser Wandel vor keiner Branche halt machen wird!
Dazu hat Markus gleich noch ein sehr aktuelles Beispiel, direkt aus seinem Lebensumfeld. Im München hat der renommierte Buchhändler Hugendubel seine prominente Großfiliale am Münchner Marienplatz geschlossen und, symptomatisch, zieht nun einen Filiale der Deutschen Telekom in das Haus ein. Da ist sie, die Umwälzung durch Digitalisierung und Vernetzung, mitten im Zentrum, für alle sichtbar!

Es ist dabei eine sich wiederholende Sache. Ein Newcomer drängt mit etwas Neuem in einen etablierten Markt, die Marktbegleiter lachen über ihn. Der Newcomer hat erste Erfolge, die anderen ignorieren das bis der Newcomer plötzlich erhebliche Anteile am Markt hat und ihre Geschäfte einbrechen. Nun beginnen die Altfirmen zu jammern und nach Gesetzen und Schutz zu rufen. Aber ihr Geschäftsmodell wollen sie nicht ändern, bis es dann zu spät ist. Beispiele? Die kennt jeder, die Musikindustrie mit dem MP3 Format, die Filmverleger und das Videostreaming aka YouTube, die Verlage und das eBook, die TV-Sender und das Steaming / Netflix, …. sie kommen alle dran und der Ablauf ähnelt sich erschreckend. Das ist deshalb so erschreckend, weil jede Branche die Fehler der anderen erneut begeht, wie ich oben schon geschrieben habe.

Und der Politik fällt auch nur ein mit den Mitteln aus vergangenen Zeitaltern im digitalen Wandel zu arbeiten. Da wird über ‚Sendezeiten‘ für Webseiten geredet, Inhalte sollen per Alterseinstufung dem Jugendschutz gerecht werden und immer wieder schaffen es die deutsche Politik, dubiosen Abmahnanwälten neue Wege zu eröffnen. Ein Trauerspiel, denn sie verstehen den Wandel nicht – Neuland halt. Dabei ist die Gesellschaft längst weiter und es wäre an der Zeit für eine Moderne und zur Digitalisierung passende Gesetzgebung.

Und Eltern sollten sich endlich mit ihren Kindern zusammen setzen. Es gab auch früher Gefahren für Kinder und Jugendliche, aber Eltern begleiten ihre Kinder und bereiten sie auf die Welt draußen vor. Dazu gehört heute auch das Internet mit allen seinen Facetten. Bereitet eure Kinder darauf vor, auch wenn ihr dazu erst euch selbst informieren müsst.

Wir leben mitten drin in einem der größten gesellschaftlichen Umbrüche, den es so noch nie gab. Unser Leben wird in wenigen Jahren sich noch mehr gewandelt haben als wir es bisher schon wahrgenommen haben. Es liegt an uns allen, diese neue Ordnung sinnvoll und gut für alle zu gestalten. Wir leben in einer spannenden Zeit! 

Buch: New Business Order

Der Titel ist so schön zweideutig, denn in den kommenden Jahrzehnten bricht die bisherige ‚alte‘ Wirtschaftsordnung um oder wie es zu dem Buch heißt:

Kleine Start-ups haben gerade erst angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und hoch flexibel. Sie entdecken neue Märkte – rund um Mobilität, Konsumgüter, Beratung und viele andere Bereiche – und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen.

Diese Firmen sind nicht zwingend nur Start-ups, im Buch gibt es etliche Beispiele auch von langjährigen Unternehmen. Aber allen ist gemein, dass sie flexibler agieren und einfach näher am Markt und ihren Kunden sind. Den etablierten Branchenkönigen werden diese Firmen einen heftigen Wettbewerb liefern. Parallel entwickeln sich in diesen neuen Unternehmen dabei die dazu passenden, neue Geschäftsmodelle. Diese basieren auf Werten wie Offenheit, Neugierde, enger Kontakt zum Kunden und enger Vernetzung untereinander. Klassische Hierarchien sind ihnenfremd, was allerdings nicht mit Chaos gleichgesetzt werden darf. Wer dies tut, unterschätzt diese neuen Wettbewerber!

Beispiele wo neue Unternehmen die alten hinwegfegen kennt eigentlich (fast) jeder. Bekannt ist der Absturz der ehemaligen Weltfirmen Nokia, einst die Firma für Mobiltelefone und heute? Die Handysparte wurde verkauft, der Wert des Unternehmens ist stark gesunken. Die Ursache ist warum das passierte ist auch bekannt. Nokia hat den Trend zum Smartphone nicht erkannt und sich dann zu lange sich diesen Wandel im Handymarkt verweigert. Stattdessen ist nun ein im Telefonmarkt völliger ‚Neuling‘ im Telefonmarkt ganz vorne – Apple.
Das ist sicherlich eines der bekanntesten Beispiele, andere betreffen den Musikmarkt wo der Weg weg von der CD zum Streaming nicht durch die etablierten Musikverlage beschritten wurde.

Solche Veränderungen in der Wirtschaft sind per se nichts neues. Firmen steigen auf, sind einige Zeit topp und dann wieder weg vom Fenster. Der Unterschied gegenüber früheren Zeiten, liegt heute in den veränderten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. In transparenten Märkten kommt es auf schnelle Reaktionen an, die Kunden wollen individueller bedient werden und vergleichen die Angebote mehr als es früher ihnen überhaupt möglich war. Diese Umstände werden dabei durch den digitalen Wandel maßgeblich vorangetrieben und das mittlerweile in (fast) allen Branchen!
Das Internet als weltumspannendes Kommunikationsnetz sorgt dafür, dass Informationen sofort weltweit verfügbar sind.

In ihrem Buch ‚New Business Order‘ stellen die beiden Autoren Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen diese neuen Ordnung an Hand von realen Firmen vor. Dabei handelt es sich nicht nur um Start-ups, auch etablierte Firmen, die den Wandel vollzogen haben, werden vorgestellt. Die vielen Beispiele sollen zum Nachdenken anregen, sollen Muster sein ohne dabei als How-to verstanden zu werden!

Das Buch gliedert sich in drei, logisch aufeinander aufbauende, Abschnitte. Der erste Teil bringt uns die sich gerade entwickelnden Umwälzungen näher. Was sind das für Herausforderungen vor denen die Unternehmen stehen und warum reagieren so viele falsch drauf? Das wird dann im Teil zwei untermauert durch Beispiele von Unternehmen die bereits auf diesen neuen Wegen unterwegssind. Was haben diese anders gemacht, worin unterscheiden sich deren Geschäftsmodelle zu den bisherigen? Im letzten Teil wagen die Autoren sich dann daran die hinter dieser Entwicklung stehenden Prinzipien und Modelle mit bekannten Theorien zu belegen. Dazu liefern die beiden Autoren am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung von Merksätzen und, was mir noch mehr gefiel, mit weiterführenden Literaturhinweisen. Super.

Das Buch bietet eine Fülle an Informationen wie es Firmen gelingt einen Markt neu aufzurollen. Und dieser Wandel geschieht immer öfter durch branchenfremde Firmen, die in andere Märkte einbrechen. Aktuellstes Beispiel sehe ich dazu im TV-Markt, wo inzwischen Amazon, Netflix, Google und Co. den traditionellen Sendeanstalten das Fürchten lehren. Fernsehen, wie wir es heute kennen, wird in spätestens fünf Jahren anders aussehen, total anders!

Dieses Buch fesselt einen, wer mit wachen Augen das Treiben der Wirtschaft verfolgt, wird sehr vieles plötzlich mit anderen Augen wahrnehmen. Der hier beschriebene Wandel findet jetzt statt.

Das Fazit: Ja, wir leben in einer spannenden Zeit und dieses Buch öffnet einem die Tür dazu.

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CHRISTOPH GIESALENA SCHILLER CLAUSEN

New Business Order
Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern

Erscheinungsdatum: 24.02.2014
Fester Einband, 316 Seiten
Preis: 19,90 €
ISBN 978-3-446-43874-3

Hanser Verlag

Von wegen Browsersicherheit – fallt nicht darauf herein

Fallt nicht auf diese Falschmeldung herein! Wer ein Mailkonto bei GMX oder WEB.de hat wird aktuell beim Zugriff auf deren Webportal mit dieser Meldung überrascht:

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Die Nachricht behauptet, dass die Sicherheit des Browsers durch ein Add-on eingeschränkt ist. Der Link geht dann auf die Seite http://www.browsersicherheit.info/

Das Ganze ist ein Fake von diesen Mailanbietern aka 1&1 Mail & Media GmbH als Unternehmen hinter beiden Mailprovidern!!
Fallt bitte nicht darauf herein. Das Ziel hinter dieser Aktion liegt eindeutig in der Abschaltung eines installierten Adblockers, damit deren Werbung wieder komplett bei Euch angezeigt wird. Das folgende Bild spricht hier eine deutliche Sprache.

Gmx2Diese Fakemeldung erscheint im Firefox genauso wie in Chrome!

Werte 1&1, es ist schlicht eine Frechheit mit so einer Meldung im Browser arglistig Anwender täuschen zu wollen. Damit werden echte Warnmeldungen diskreditiert und unglaubwürdig gemacht. Kundenservice und -bindung sieht anders aus.

Also nicht darauf hereinfallen!!!

UPDATE 27.02.2014:
Inzwischen meldet auch Heise: Seitenmanipulierende Add-ons“: United Internet startet Kampagne gegen Adblocker

UPDATE 28.02.2014:
Nun mischt sich auch das BSI ein und „.. sieht keine Gefahr durch Adblock Plus„, im Gegenteil empfiehlt das BSI auf seiner Website sogar ausdrücklich den Einsatz von Adblock Plus, um Buttons von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu blockieren. (Anmerkung von mir, statt Adblck Plus verwendet besser Abblock o- o.ä., da dieser Dienst gegen Bezahlung bestimmte Werbung doch durchlässt wie Sascha Pallenberg bei Mobilegeeks beschrieben hat.
Inzwischen bewerten erste Antiviren Scanner die Webseite www.browsersicherheit.info als Phishing-Seite – ob damit die Macher bei 1&1 gerechnet haben?

UPDATE 02.03.2014:
Nun zieht United Internet, die hinter 1&1, GMX und Web.de stecken, die Notbremse und beendet die Adblocker-Warnungen – vorerst. Den Einsichtig zeigen sich die Verantwortlichen nicht und verteidigen weiterhin die Aktion mit irreführenden Sicherheitshinweisen. Für wie dumm halten die uns eigentlich?

Buch: Das Neue und seine Feinde

Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen

Die Situation kennt wohl ein jeder in ähnlicher Form. Da soll etwas Neues eingeführt werden oder man ist über etwas Neues begeistert und bei anderen stößt dieses Neue auf Skepsis oder sogar pure Ablehnung. Innovationen haben es am Anfang halt immer besonders schwer.

„Was brauchen wir? Allgemeine Lust am Neuen! So einfach. Solange wird die nicht haben, muss sich alles Neue gegen unsere allgemeine Unlust durchbeißen. “

Foto von Andreas Naurath

Foto von Andreas Naurath

omnisophie) beschreibt in seinem Buch genau diese Situation. Er beschreibt aus seinen Erfahrungen, als IBM Mitarbeiter über die Schwierigkeiten Neues intern voran zu bringen ebenso, wie über seine Probleme Neues bei Kunden zu verkaufen. Er erzählt direkt aus seinem reichhaltigen Leben. Dabei ist sein Ausdrucksweise so bildhaft, dass ich immer wieder ähnliches in meinen eigenen Erfahrungen wiedererkannt habe.

Es geht (fast) allen Innovationen so, immer wieder müssen Zögernde für das Neue begeistert werden. Zweifler wollen angehört werden und mit den Verweigerern sollte diskutiert werden. Es sind in viele kleine Schritte! Erst wenn mehrfach diese Art von Hürden überwunden wurden, kann sich eine Innovation (das Neue) ein Stück weiter durchsetzen, bis es dann am Ende vielleicht Allgemeingut wird. Klappt es nicht so gut endet das Neue als Spielzeug für eine kleine Minderheit oder verschwindet wieder in der Versenkung.

„Die großen Ideen ziehen so langsam herauf – und irgendwann verwirklicht sie jemand, der die große Kraft dazu hat, der den Nerv der Kunden trifft, der das Feld glücklich in dem Moment beackert, als „der Markt reif wird“ und die benötigten Infrastrukturen bereitstehen. Dieser erst ist für uns der wirklich berühmte Mensch, der „seiner“ Erfindung zum Durchbruch verhalf! Der Durchbruch ist das Entscheidende, nicht die Idee an sich. Die hat buchstäblich jeder. „Es müsste eine Maschine geben, die Geschirr abwaschen kann“ oder „Man müsste alle Bücher und alle Musik der Welt im Handy haben“ oder „Autos sollten selbst fahren können“… Das kann sich jeder wünschen, aber wer setzt es um? „

Innovationen sind der Weg in das Unbekannte, der steinige Weg, wo vorher noch keiner war. Die Schwierigkeiten auf diesen Wegen schrecken viele Menschen mit tollen Ideen ab. Gunter Dueck macht mit seinem Buch diesen Menschen hoffentlich Mut. Es geht allen Erfindern mit guten Ideen so, das ist seine Aussage! Die Herausforderungen sind immer ähnlich, in ihrer Art und Weise eigen, aber im Hintergrund laufen immer wieder dieselben Prozesse ab. Das deckt er mit seinem Buch deutlich auf. In seinem kurzweiligen Schreibstil erläutert er diese Prozesse gut verständlich.

Sein Buch gliedert sich in drei Teile. Es beginnt mit der Problemstellung von Innovationen und wie aus einer tollen Idee erst eine Innovation wird. In dieser Phase gilt es bereits die ersten Hürden zu nehmen. Im zweiten Teil schreibt er über die großen Hürden, die jede Innovation überspringen muss, um ein Erfolg zu werden. Es geht um Blockaden, um überzogene Erwartungen und die Herausforderungen durch das Management. Der letzte Teil stellt Gunter Duecks Überlegungen zum idealen Innovationsumfeld dar. Es ist kein Regelwerk für Neues, es sind Ideen und Anregungen aus seiner langen Erfahrung als erfolgreicher Innovator bei IBM.

Danke des lockeren Schreibstils liest sich das Buch erfreulich flüssig. Durch bildliche Vergleiche wird selbst trockener Stoff von Gunter Dueck verständlich gemacht. Es macht einfach Spaß seinen Gedankengängen zu folgen. Wie schon gesagt, in etlichen Beschreibungen erkannte ich ähnliche Situationen aus meinem Berufsleben wieder. Das Buch ist kein Regelwerk oder gar eine Anleitung a la ‚Wie (er)finde ich eine Innovation‘, aber es regt zum Nachdenken an. Manche Schwierigkeit im Beruf wird einem dadurch (vielleicht) verständlicher, die Prozesse dahinter werden für einen sichtbarer.

Wie Gunter Dueck schreibt, Innovationen brauchen mehr als nur eine Idee, es sind

„Energie, Herzblut, Durchsetzung, eine glückliche Hand, ein tolles Gründerteam, verständnisvolle Investoren, Geduld – das sind die Faktoren, auf die es ankommt! “

Das Buch „Das Neue und seine Feinde“ ist im Campus Verlag erschienen.

Gunter Dueck
Das Neue und seine Feinde
Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen

Erscheinungstermin: 16.01.2013
Hardcover gebunden
282 Seiten
inklusive E-Book
24,99 Euro

EAN 9783593397177

Das nächste große Ding – das Internet der Dinge

oder in Neudeutsch ‚The next big thing – Internet of Things’ ist keine neue Idee, die ersten Gedanken dazu stammen bereits von 1991!

Aber heute ist die Miniaturisierung und die Digitalisierung so weit. Seit einiger Zeit kommen immer mehr Anwendungen/Apps heraus. Dazu gibt es dann, meist kleinere, Geräte die in der Lage sind miteinander und mit der App zu kommunizieren. Das sind z. B. Armbänder als Fitness-Tracker (z. B. Fitbit) oder intelligente Lampen (z. B. Philips Hue). Damit steht das Internet der Dinge am Anfang. Teilweise sind diese Gadgets nur lustige Spielereien, aber andere zeigen bereits erste Ansätze wo die Fahrt hingehen wird.

Unsere Welt wird (noch) mehr miteinander vernetzt, nach dem wir Menschen uns immer mehr im Social Web a la Facebook untereinander vernetzen, geschieht dies nun auch mit den uns umgebenden Geräten, Anlagen und Fahrzeugen. Dazu bringt das Magazin t3n in seiner Ausgabe Nr. 33 viele Beispiele. Im ganzen Heft finden sich gute,erste Eindrücke über den Stand der Entwicklung, wer mag bekommt hier im Pageflip einen ersten Eindruck davon. Mich hat besonders das Interview mit
Robert Scoble interessiert, gilt er doch als einer der Vordenker im Internet. Als gnadenloser Optimist gewinnt er vielen dieser neuen Ideen meist positive Seiten ab. Wir in Deutschland sind da meist skeptischer 🙂

Ich bin mir aber sicher, dass solche Ideen wir Tado nur der erste Schritt sind um auch viele Menschen anzusprechen, die sich bisher wenig mit dem Internet beschäftigt haben. Viele dieser Menschen suchen Antworten, Lösungen für ganz konkrete Problemstellungen und genau das bietet z.B. Tado mit seiner intelligenten Heizungssteuerung.

Wir werden diese Entwicklungen des Internet der Dinge nicht aufhalten können! Daher halte ich es für absolut sinnvoll, dass sich möglichst viele Menschen damit auseinander setzen. Denn diese Entwicklung findet nicht nur auf technischer Ebene statt, viel mehr wird es massive Auswirkungen auch auf unsere Gesellschaft auf vielen anderen Ebenen haben.

Unser Leben ändert sich damit nochmal mindesten so radikal, wie es sich durch die Smartphones bereits verändert hat! Wie denkt Ihr darüber? Oder welche Erfahrungen habt Ihr bereits mit dem Internet der Dinge gemacht?

Weil es immer noch ein Thema ist – ACTA einfach erklärt

Das Thema ACTA hat wohl jeder in zwischen mitbekommen. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander und darum hier noch mal das Video mit einer (sehr ver-)einfachen Erläuterung worum es dabei geht.

ACTA geht uns alle an, daher informiert Euch!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ytr14nRfNgo&feature=player_embedded]

Ohne ihn wäre ich verloren..

Der Geldautomat wird 30 Jahre alt und ohne diese Geräte wäre ich längst verloren, gehöre ich doch zu den Bankkunden die so gut wie nie zu Öffnungszeiten es in eine Filiale schaffen.

Für ein Darlehn wurde ich sogar mal nach Schließung der Bank durch die Hintertür vom Berater rein gelassen. Gruselig so eine dunkle Bank in dem nur noch ein Büro erleuchtet ist – fast wie bei Tatort.

[via Tagesschau]

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Der globale Patient

Heute im Hamburger Abendblatt zu lesen, die Rede von Helmut Schmidt über die Ursachen und Folgen der Rezession sowie Heilungschancen der Wirtschaft.

Interessanter Stoff, vor allem seine Aussage zur ‚Krankheit‘ der Finanzindustrie.

Vor allem in New York und London haben wir es zu tun mit einer neuen Kombination von hoher Intelligenz und mathematischer Begabung mit extremer Selbstsucht und Selbstbereicherung bei Abwesenheit von ausreichender Urteilskraft und von Verantwortungsbewusstsein. Man kann dieser Krankheit den Namen geben: hemmungslose Habgier.

Nach seiner Ansicht trifft uns die Krise im nächsten Jahr dann in voller Wucht. Und doch kommt er am Ende seiner Rede zu dem Schluss.

Jede Krise enthält Gefahren, jede Krise birgt jedoch auch Chancen. Je besser und je mehr die nationalen Regierungen gemeinsam die Chancen ergreifen, desto eher kann die gegenwärtige Krise der Weltwirtschaft überwunden werden.

Also anpacken..

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