Archiv der Kategorie: Open Source

Buch: Das Buch zu RaspberryPi mit Linux

ist ein weiteres Einsteiger Buch in der Querformatreihe des O’Reilly Verlages. Wie immer wird hier dem Beginner das Thema Seite für Seite anschaulich näher gebracht. Dieses Mal geht es um den Einplatinencomputer Raspberry Pi,  den uns der Autor Stefan Pietraszak hier Schritt für Schritt näher bringt. Wie der Autor schreibt,

es soll den Grundstein legen für Leser, die bisher wenig Erfahrungen mit dem Raspberry Pi oder Linux (oder beidem) gesammelt haben.

Und das gelingt ihm , wie ich finde, sehr gut. Beginnend mit den Grundlagen zum Pi baut das Buch das Wissen langsam und verständlich beim Leser auf. Es stellt verschiedenste Einsatzmöglichkeiten vor, die in den ersten Versuchen auch den unerfahrenen Leser gelingen sollten. Nach den Grundlagen folgt die Einrichtung des Betriebssystems Raspbian und ein Kapitel mit Linux Grundlagen. Damit ist der aufmerksame Anwender dann bereit die ersten Softwareprojekte umzusetzen.

Durch die Kleinprojekte, wie zum Beispiel den RadioPi, den MusikPi oder den Pi als Backup-Server, bekommt der Pi-Anfänger eine gute Vorstellung über die schier unbegrenzte Potentiale an Einsatzmöglichkeiten für einen Raspberry Pi. Aber in allen vorgestellten Projekten geht es primär um Software-Projekte, wer sich mehr für Hardware Hacks mit dem Raspberry Pi interessiert, wird von diesem Buch schnell enttäuscht sein. Erst zum Ende widmet sich das Buch knapp zu diesem Themengebiet. Das Buch schließt mit Hinweisen zu weiterführender Lektüre, Projekt-Webseiten und Communities rund um den Raspberry Pi.

Für mich ist dies ein gelungenes Einsteigerbuch für den Raspberry Pi und seinem OS auf der Basis von Linux. Gerade durch seine übersichtlichen Umfang hilft es den Leser sich darauf zu konzentrieren und somit auch zu seinen ersten eigenen Erfolgen zu kommen. Die Form und Sprache ist bewusst für IT-Anfänger gewählt und liegt damit ganz auf der Linie für die der Raspberry Pi einmal entwickelt wurde, um bei der jüngeren Generation das Interesse an Eigenentwicklungen zu wecken. Und wenn das auch bei älteren gelingt, ist dieses sicherlich nicht verkehrt.
Gehen Sie diesen Schritt mit und erobern Sie für sich selbst die Welt der IT und der Programmierung.
Raspberry Pi mit Linux

By Stefan Pietraszak

1. Auflage Mai 2014
ISBN 978-3-95561-698-4
288 Seiten, broschiert
Preis: 19,90 €

eBook-Format: PDF, 16,– €

Router Probleme mit dem Linksys E4200

An unserem Internet-Anschluss bei wilhelm.tel habe ich seit einigen Jahren einen Router E4200 von Linksys im Einsatz. Nun zeigte dieser Router in der letzten Zeit einige Zicken. Immer wieder brach mir die Internet-Verbindung sporadisch kurz zusammen und es dauerte dann teilweise mehrere Sekunden bis die Verbindung wieder hergestellt war.

Anfangs hatte ich noch unseren Provider in Verdacht, aber dank eines netten Hotline-Mitarbeiters konnte ich Erfdahren was in die dortigen Logdateien festgehalten war. Danach wurde die Verbindung von unserer Seite jeden Tag mehrfach abgebrochen und wieder neu aufgebaut!

Also blieb nur der Router als Schuldiger übrig. Ein kurze Suche im Web ergab, zu meiner Überraschung, dass offenbar viele Linksys E4200 Besitzer dieses Problem von Anfang an mit ihrem Gerät hatten! Insofern hatte ich wohl bisher Glück gehabt. Aber da nicht einmal die aktuellste Firmware eine Besserung brachte, musste nun etwas anderes probiert werden.

Durch einen Kollegen war ich bereits im letzten Jahr darauf hingewiesen worden, dass es beim Open Source Projekt DD-WRT auch für meinen Router eine alternative Firmware gibt. Er hat bei sich damit gute Erfahrung gemacht. Aber was ist DD-WRT?

„DD-WRT is a Linux based alternative OpenSource firmware suitable for a great variety of WLAN routers and embedded systems. The main emphasis lies on providing the easiest possible handling while at the same time supporting a great number of functionalities within the framework of the respective hardware platform used.“

Also habe ich am letzten Wochenende mir die Zeit genommen und mit dieser alternativen Firmware meinen E4200 erfolgreich aufgepimpt.

DD-WRT Konsole beim E4200

DD-WRT Konsole beim E4200

Die Installation hat mich ca. 2 Stunden Zeit gekostet, wobei der größte Teil vorab beim Nachschlagen und lesen darauf gegangen ist. Details und alle Links habe ich in diesem Posting DD-WRT auf Linksys E4200 installieren festgehalten.

Seit Wochenende läuft der Linksys E4200 nun mit DD-WRT stabil am Internet. Die Abbrüche scheinen damit vorbei zu sein – Mission completed 🙂

Gefahr für Router

Hab ich nur das Gefühl oder häufen sich aktuell gerade die Meldungen über Sicherheitslücken in Routern? Passend dazu hab ich zur Zeit Verbindungsabbrüche bei WilhelmTel…

Aber mal konkret, wer eine Fritzbox von Heise schreibt kursiert die Lücke nun öffentlich im Netz und da wird die Lücke dann ganz schnell ausgenutzt werden. Also handelt!

Wer nun denkt ich hab ja keine Fritzbox darf sich vielleicht auch nicht ausruhen. Weitere Lücken sind inzwischen bei den AVM Repeatern und vier Speedport-Modelle der Telekom bekannt geworden. Grundsätzlich ist die Reaktion von AVM zu loben, als einer der wenigen Hersteller haben sie bereits reagiert und bieten Updates für sehr viele ihrer Modelle an.

Den andere Hersteller sind auch nicht vor Sicherheitslücken gefeit, wie zum Beispiel AsusD-Link, Cisco, LinksysNetgear, Tenda und DrayTek. Und das sind sicherlich nicht alle betroffenen Hersteller bzw. Geräte!

Machen wir uns nichts vor, die Router werden auch nur mit Software betrieben und die enthält Fehler. Das ist menschlich, das ist bei dem Tempo in dem neue Geräte auf den Markt geworfen werden fast nicht zu vermeiden. Aber was vermeidbar ist, wäre die nicht Reaktion mancher Hersteller wenn dann Sicherheitslücken bekannt werden. Hier darf der Kunde dann mit Recht auf ein Update hoffen. Leider sehen das die Hersteller, gerade bei älteren Geräten, offenbar anders. Da zählt mehr der schnelle Euro durch den Verkauf von Neugeräten als eine kontinuierliche Produktpflege – AVM ist hier ein seltenes Gegenbeispiel!

Bleibt dem technisch unbedarfteren Anwender also nur hoffen und bangen, dass sein Router nicht betroffen ist. Für versiertere Anwender gibt es dann vielleicht noch den Ausweg zur alternativen Firmware für seinen Router durch Open Source Projekte wie OpenWrt oder DD-Wrt. Aber das ist halt nicht so simpel und darum auch nicht jedermann zu empfehlen!

Jedem, der an seinem Internet-Zugang einen Router betreibt bleibt nur die Empfehlung auch für diese Geräte regelmäßig nach Updates ausschau zu halten!

Update:
Bei Heise.de gibt es eine Router-Seite mit den aktuellsten Meldungen zu Router-Lücken.

WhatsApp und nun?

Die Überraschung am letzten Donnerstag war wohl für viele die Meldung vom Aufkauf des WhatsApp Messangers durch Facebook. In Deutschland führt WhatsApp diese Art von Chatdiensten mit der größten Nutzerbasis bisher an.

Allerdings mögen es viele nicht, dass dieser Dienst nun in den Einfluss von Facebook kommt. Wer dort Mitglied ist stört sich vielleicht noch am wenigsten daran, aber vielen andere haben damit ein Problem. Etliche habe sich bewusst gegen Facebook entschieden und landen nun über Umwege doch dort? Als Facebook Instagram gekauft hatte, hat es anfänglich auch Protestgeschrei im Web gegeben. Aber nur wenige haben dann auf einen anderen Dienst gewechselt.

Das könnte bei WhatsApp anders sein, die persönliche Kommunikation ist für viele eben ein sensibler Bereich der Privatsphäre. Und Alternativen gibt es viele, mit Unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Der größte Nachteil ist halt die geringere Verbreitung, aber einige Dienste melden inzwischen sehr starke Zahlen zu Neuanmeldungen.

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Ich selbst teste nun Telegram, einen Messanger auf Basis von Open Source Code! Das hat bereits dazu geführt, dass es neben den offiziellen APPs für iPhone und Android auch APPs für WindowsPhone gibt. Und es gibt auch Desktop Anwendungen (!), etwas das WhatsApp bisher nicht bietet. Den verschlüsselten Chat bietet Telegram nur, wenn beide Seiten gleichzeitig online sind. Allerdings steht die verwendete Verschlüsselungstechnik in der Kritik, da diese nicht mehr sicher sei. Aber den Programmteil kann man sicherlich schnell gegen eine bessere Verschlüsselung austauschen. Bei Open Source ist das ja machbar 🙂

Dafür kontert WhatsApp nun mit der Ankündigung demnächst eine Sprachfunktion anzubieten. Die Anwender können dann über WhatsApp direkt miteinander telefonieren. Ob da Zuckerberg dann mithört?

Mir gefällt Telegram, die APP ist sehr ähnlich und die Umstellung gelingt sofort. Die Kontakte kann man direkt aus Telegramm heraus einladen ebenso zu wechseln, was dann wohl einen Teil des aktuellen Mitgliedswachstums erklären dürfte.

WhatsApp ist nett, aber eben nicht einzigartig und ein Wechsel ist schnell gemacht. Probiert es doch selbst und schreibt mal wie es bei Euch war.

Buch ‚Raspberry Pi – Einsteiger und User Guide‘

Raspberry_LogoEs ist die deutsche Übersetzung des englischen Buches ‚Raspberry Pi User Guide‘ und ist im mitp-Verlag erschienen.

Der kleine Einplatinen-Computer Raspberry Pi hat seit seinem ersten Erscheinen 2012 eine große Fan-Gemeinde in aller Welt bekommen. Warum?

Er ist klein, dafür aber recht Leistungsstark, er ist sehr sparsam im Verbrauch, günstig in der Anschaffung und offen für eigene Entwicklungen und Programmierung.

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Den dafür ist er ursprünglich erdacht worden, als Lerncomputer für Schüler um bei ihnen die Freunde am Programmieren zu wecken. Dazu hat Eben Upton mit Kollegen den Kleinen PI bis 2011 entwickelt. Und dann wurden sie von ihrem Erfolg völlig überrollt. Wollten sie ursprünglich nur ein paar Tausend Stück in UK verkaufen, gibt es ihn heute auf der ganzen Welt. Durch eine rege Community werden Erfahrungen, Tipps und Bauanleitungen ausgetauscht. Viele Software wurde bereits für den PI angepasst und so auf seiner ehr minimalistischen Hardware zum Laufen gebracht.

Solche Hintergründe erfährt der Leser immer wieder so nebenbei in diesem Buch, während er Schritt für Schritt den Raspberry PI besser kennen lernt. Durch den lockeren Schreibstil kommt dabei nie Langeweile auf.
Das Buch beginnt kurz und knapp mit der Vorstellung der Hardwarekomponenten des PI. Dann führt es durch die erste Inbetriebnahme mit Debian-Linux, dem favorisiertem Betriebssystem der Autoren für den PI. Durch diese ersten Schritte unter Linux bekommt der Leser schnell den Einstieg in das Betriebssystem auf dem PI hin.

Anschließend werden dann einige von den vielen Einsatzmöglichkeiten für den Raspberry vorgestellt, wie z. B. als Mediacenter. Der Leser erfährt, wie er diese Anwendungen selbst auf seinem PI zum laufen bekommt. Nebenbei vertieft er dabei auch noch seine Linux-Erfahrungen!
Und so geht es dann folgerichtig mit den ersten eigenen Programmierversuchen in Scratch und Python weiter. Schließlich ist das ja das Ziel, der Leser soll den Spaß an der Programmierung entdecken. Zum Ende des Buches stellen die Autoren Erweiterungs- und Einsatzmöglichkeiten der Hardware vor.

Alles wird von Grund auf im Buch erklärt und setzt keine Vorkenntnisse beim Leser voraus. Insofern ist dieses Buch ein schöner, angenehm zu lesender Einstieg in die Welt der Programmierung und der Computerhardware des Raspberry PI.
Das Buch soll neugierig machen und den Einstieg erleichtern. Und diesen Zweck erfüllt es.

RaspberryPi

Eben Upton und Gareth Halfacree
25. Januar 2013 
ISBN 978-3-8266-9522-3
288 Seiten
Euro 19,95
eBook-Format epub oder PDF
Euro 16,99

HTC veröffentlich ICS Planung

Gerade durch diesen Tweet von @PhoneDog gelesen, dass HTC nun doch einen Zeitplan für Android 4 (ICS) auf seinen älteren Geräten veröffentlicht hat.
Hier dazu der Blogbeitrag bei phonedog und die HTC Quelle dazu.

Schaut einfach mal nach, ob Euer Geräte dabei ist. Mein HTC Desire HD läuft allerdings schon lange mit ICS, dank diesem Custom Rom IceColdSandwich von LorD ClockaN. Super stabil – klasse Arbeit!

ICS Update für Coby Kyros MID7022

Laut dieser Meldung bei Golem.de soll es nun ein Update auf Android 4 (ICS) für das MID7022 geben.

Wenn die das doch vorher mal kommuniziert hätten, habe ich doch gerade erst die Android Version von Stargate Epic geflasht.

Na, da werde ich wohl nun wieder umsteigen – den ICS auf einer 1GHz-CPU rennt einfach besser als Gingerbread (Android 2.3). Ein Bericht dazu folgt dann hier in kürze.

Netbooknews.de vom Techblogger Sascha Pallenberg hat gestern Abend dann auch die Meldung über das ICS-Update von Coby verbreitet.

Freie Inhalte im Web

Wer immer schon mehr über freie Inhalte, Musik, Grafiken und Texte wissen wollte, dem Hilft, als Einstieg, diese Serie bei Heise Open weiter.

Gut auch die Erklärung zu Creative Commons und welche Spielarten es dabei gibt. Das Spannende dabei ist, das Thema muss kein Widerspruch für Firmen sein.

Teil 1: Freie Musik, Filme und Bücher
Teil 2: Freie Forschung, Lehre und Bildung
Teil 3: Hobby und Kultur

[via Heise Open]

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