Archiv der Kategorie: Lesen

Buch: Schatz, ich habe den Index geschlagen!

Wir leben in aktuell in einer Niedrigzinsphase, die es in dieser Länge und Tiefe noch nie gegeben hat. Damit wird es für jeden Sparer schwer, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Inflation, schlechte Finanzprodukte, falsche Beratung und Fehler in den eigenen Entscheidungen führen in der Mehrzahl der Fälle zu Verlusten oder lediglich mageren Gewinnen an der Börse, die kaum die Inflationsrate ausgleichen. Weiterlesen

Buch: JavaScript kinderleicht!

Programmieren ist heutzutage keine Geheimwissenschaft und ich bin sehr dafür, dass Schulen im Rahmen eines Informatik Unterrichtes der Jugend die Grundlagen beibringt. Leider ist es bisher nur Wunschdenken und so bleibt nur Eigeninitiative. Mit JavaScript kinderleicht bietet der dpunkt Verlag nun in deutscher Übersetzung ein Grundlagenwerk für Jugendliche und Einsteiger an.

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Neustart ins Neuland

Von digitalen Welten keine Ahnung? Alles Neuland? Aber interessiert was da so abläuft?Dann riskiert doch mal einen Blick in das neue Magazin Neustart von den Machern des t3n Magazins. Die waren so nett mir vorab einen Blick in die erste Ausgabe zu erlauben. Und der hat mir gefallen!

Neustart

In lockerer Abfolge geht es um Einblicke in die digitalen Themen unserer Zeit, aktuelle Technologien wechseln sich mit Vorstellungen von Start-ups und deren Gründern. Aber auch kritische Töne über den Vormarsch des Digitalen finden sich in dem Heft, neben einer spannenden Vorstellung eines Profigamers und eines Berichtes über die Gefährdungen durch Cyber-Krieger und über „Deutschland: Digitales Entwicklungsland?“.

Das Heft ließt sich flüssig, die Geschichten machen Laune beim Lesen und für (fast) jeden findet sich etwas Interessantes im Themenmix. Eine gute Vorstellung der Themen bietet auch die zugehörige Webseite neustart-magazin.de – schaut einfach mal vorbei, das Neustart-Team freut sich auf dein Feedback.

Empfehlenswert ist das Heft allen, die mal etwas mehr hinter den digitalen Schlagworten gucken möchten – ohne dafür gleich ein Informatikstudium zu absolvieren. Alle die sich Neuland etwas mehr erschließen wollen, bietet Neustart einen tollen Einstieg mit gut gemachten Storys und viel Abwechslungen. Ich bin gespannt ob sich Neustart durchsetzen wird und wie sich das Magazin im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Ab sofort kannst gibt es Neustart im Handel zu kaufen. 116 Seiten gefüllt mit spannenden Reportagen, Portraits und Storys aus der digitalen Welt für nur 3,90 Euro.

Update: Das Magazin wird leider nicht fortgesetzt, wie der Verlag hier mitteilt. Diese Entscheidung kippt ein gutes Konzept wie ich denke – sehr schade.

Buch: New Business Order

Der Titel ist so schön zweideutig, denn in den kommenden Jahrzehnten bricht die bisherige ‚alte‘ Wirtschaftsordnung um oder wie es zu dem Buch heißt:

Kleine Start-ups haben gerade erst angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und hoch flexibel. Sie entdecken neue Märkte – rund um Mobilität, Konsumgüter, Beratung und viele andere Bereiche – und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen.

Diese Firmen sind nicht zwingend nur Start-ups, im Buch gibt es etliche Beispiele auch von langjährigen Unternehmen. Aber allen ist gemein, dass sie flexibler agieren und einfach näher am Markt und ihren Kunden sind. Den etablierten Branchenkönigen werden diese Firmen einen heftigen Wettbewerb liefern. Parallel entwickeln sich in diesen neuen Unternehmen dabei die dazu passenden, neue Geschäftsmodelle. Diese basieren auf Werten wie Offenheit, Neugierde, enger Kontakt zum Kunden und enger Vernetzung untereinander. Klassische Hierarchien sind ihnenfremd, was allerdings nicht mit Chaos gleichgesetzt werden darf. Wer dies tut, unterschätzt diese neuen Wettbewerber!

Beispiele wo neue Unternehmen die alten hinwegfegen kennt eigentlich (fast) jeder. Bekannt ist der Absturz der ehemaligen Weltfirmen Nokia, einst die Firma für Mobiltelefone und heute? Die Handysparte wurde verkauft, der Wert des Unternehmens ist stark gesunken. Die Ursache ist warum das passierte ist auch bekannt. Nokia hat den Trend zum Smartphone nicht erkannt und sich dann zu lange sich diesen Wandel im Handymarkt verweigert. Stattdessen ist nun ein im Telefonmarkt völliger ‚Neuling‘ im Telefonmarkt ganz vorne – Apple.
Das ist sicherlich eines der bekanntesten Beispiele, andere betreffen den Musikmarkt wo der Weg weg von der CD zum Streaming nicht durch die etablierten Musikverlage beschritten wurde.

Solche Veränderungen in der Wirtschaft sind per se nichts neues. Firmen steigen auf, sind einige Zeit topp und dann wieder weg vom Fenster. Der Unterschied gegenüber früheren Zeiten, liegt heute in den veränderten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. In transparenten Märkten kommt es auf schnelle Reaktionen an, die Kunden wollen individueller bedient werden und vergleichen die Angebote mehr als es früher ihnen überhaupt möglich war. Diese Umstände werden dabei durch den digitalen Wandel maßgeblich vorangetrieben und das mittlerweile in (fast) allen Branchen!
Das Internet als weltumspannendes Kommunikationsnetz sorgt dafür, dass Informationen sofort weltweit verfügbar sind.

In ihrem Buch ‚New Business Order‘ stellen die beiden Autoren Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen diese neuen Ordnung an Hand von realen Firmen vor. Dabei handelt es sich nicht nur um Start-ups, auch etablierte Firmen, die den Wandel vollzogen haben, werden vorgestellt. Die vielen Beispiele sollen zum Nachdenken anregen, sollen Muster sein ohne dabei als How-to verstanden zu werden!

Das Buch gliedert sich in drei, logisch aufeinander aufbauende, Abschnitte. Der erste Teil bringt uns die sich gerade entwickelnden Umwälzungen näher. Was sind das für Herausforderungen vor denen die Unternehmen stehen und warum reagieren so viele falsch drauf? Das wird dann im Teil zwei untermauert durch Beispiele von Unternehmen die bereits auf diesen neuen Wegen unterwegssind. Was haben diese anders gemacht, worin unterscheiden sich deren Geschäftsmodelle zu den bisherigen? Im letzten Teil wagen die Autoren sich dann daran die hinter dieser Entwicklung stehenden Prinzipien und Modelle mit bekannten Theorien zu belegen. Dazu liefern die beiden Autoren am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung von Merksätzen und, was mir noch mehr gefiel, mit weiterführenden Literaturhinweisen. Super.

Das Buch bietet eine Fülle an Informationen wie es Firmen gelingt einen Markt neu aufzurollen. Und dieser Wandel geschieht immer öfter durch branchenfremde Firmen, die in andere Märkte einbrechen. Aktuellstes Beispiel sehe ich dazu im TV-Markt, wo inzwischen Amazon, Netflix, Google und Co. den traditionellen Sendeanstalten das Fürchten lehren. Fernsehen, wie wir es heute kennen, wird in spätestens fünf Jahren anders aussehen, total anders!

Dieses Buch fesselt einen, wer mit wachen Augen das Treiben der Wirtschaft verfolgt, wird sehr vieles plötzlich mit anderen Augen wahrnehmen. Der hier beschriebene Wandel findet jetzt statt.

Das Fazit: Ja, wir leben in einer spannenden Zeit und dieses Buch öffnet einem die Tür dazu.

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CHRISTOPH GIESALENA SCHILLER CLAUSEN

New Business Order
Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern

Erscheinungsdatum: 24.02.2014
Fester Einband, 316 Seiten
Preis: 19,90 €
ISBN 978-3-446-43874-3

Hanser Verlag

Buch: Das Neue und seine Feinde

Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen

Die Situation kennt wohl ein jeder in ähnlicher Form. Da soll etwas Neues eingeführt werden oder man ist über etwas Neues begeistert und bei anderen stößt dieses Neue auf Skepsis oder sogar pure Ablehnung. Innovationen haben es am Anfang halt immer besonders schwer.

„Was brauchen wir? Allgemeine Lust am Neuen! So einfach. Solange wird die nicht haben, muss sich alles Neue gegen unsere allgemeine Unlust durchbeißen. “

Foto von Andreas Naurath

Foto von Andreas Naurath

omnisophie) beschreibt in seinem Buch genau diese Situation. Er beschreibt aus seinen Erfahrungen, als IBM Mitarbeiter über die Schwierigkeiten Neues intern voran zu bringen ebenso, wie über seine Probleme Neues bei Kunden zu verkaufen. Er erzählt direkt aus seinem reichhaltigen Leben. Dabei ist sein Ausdrucksweise so bildhaft, dass ich immer wieder ähnliches in meinen eigenen Erfahrungen wiedererkannt habe.

Es geht (fast) allen Innovationen so, immer wieder müssen Zögernde für das Neue begeistert werden. Zweifler wollen angehört werden und mit den Verweigerern sollte diskutiert werden. Es sind in viele kleine Schritte! Erst wenn mehrfach diese Art von Hürden überwunden wurden, kann sich eine Innovation (das Neue) ein Stück weiter durchsetzen, bis es dann am Ende vielleicht Allgemeingut wird. Klappt es nicht so gut endet das Neue als Spielzeug für eine kleine Minderheit oder verschwindet wieder in der Versenkung.

„Die großen Ideen ziehen so langsam herauf – und irgendwann verwirklicht sie jemand, der die große Kraft dazu hat, der den Nerv der Kunden trifft, der das Feld glücklich in dem Moment beackert, als „der Markt reif wird“ und die benötigten Infrastrukturen bereitstehen. Dieser erst ist für uns der wirklich berühmte Mensch, der „seiner“ Erfindung zum Durchbruch verhalf! Der Durchbruch ist das Entscheidende, nicht die Idee an sich. Die hat buchstäblich jeder. „Es müsste eine Maschine geben, die Geschirr abwaschen kann“ oder „Man müsste alle Bücher und alle Musik der Welt im Handy haben“ oder „Autos sollten selbst fahren können“… Das kann sich jeder wünschen, aber wer setzt es um? „

Innovationen sind der Weg in das Unbekannte, der steinige Weg, wo vorher noch keiner war. Die Schwierigkeiten auf diesen Wegen schrecken viele Menschen mit tollen Ideen ab. Gunter Dueck macht mit seinem Buch diesen Menschen hoffentlich Mut. Es geht allen Erfindern mit guten Ideen so, das ist seine Aussage! Die Herausforderungen sind immer ähnlich, in ihrer Art und Weise eigen, aber im Hintergrund laufen immer wieder dieselben Prozesse ab. Das deckt er mit seinem Buch deutlich auf. In seinem kurzweiligen Schreibstil erläutert er diese Prozesse gut verständlich.

Sein Buch gliedert sich in drei Teile. Es beginnt mit der Problemstellung von Innovationen und wie aus einer tollen Idee erst eine Innovation wird. In dieser Phase gilt es bereits die ersten Hürden zu nehmen. Im zweiten Teil schreibt er über die großen Hürden, die jede Innovation überspringen muss, um ein Erfolg zu werden. Es geht um Blockaden, um überzogene Erwartungen und die Herausforderungen durch das Management. Der letzte Teil stellt Gunter Duecks Überlegungen zum idealen Innovationsumfeld dar. Es ist kein Regelwerk für Neues, es sind Ideen und Anregungen aus seiner langen Erfahrung als erfolgreicher Innovator bei IBM.

Danke des lockeren Schreibstils liest sich das Buch erfreulich flüssig. Durch bildliche Vergleiche wird selbst trockener Stoff von Gunter Dueck verständlich gemacht. Es macht einfach Spaß seinen Gedankengängen zu folgen. Wie schon gesagt, in etlichen Beschreibungen erkannte ich ähnliche Situationen aus meinem Berufsleben wieder. Das Buch ist kein Regelwerk oder gar eine Anleitung a la ‚Wie (er)finde ich eine Innovation‘, aber es regt zum Nachdenken an. Manche Schwierigkeit im Beruf wird einem dadurch (vielleicht) verständlicher, die Prozesse dahinter werden für einen sichtbarer.

Wie Gunter Dueck schreibt, Innovationen brauchen mehr als nur eine Idee, es sind

„Energie, Herzblut, Durchsetzung, eine glückliche Hand, ein tolles Gründerteam, verständnisvolle Investoren, Geduld – das sind die Faktoren, auf die es ankommt! “

Das Buch „Das Neue und seine Feinde“ ist im Campus Verlag erschienen.

Gunter Dueck
Das Neue und seine Feinde
Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen

Erscheinungstermin: 16.01.2013
Hardcover gebunden
282 Seiten
inklusive E-Book
24,99 Euro

EAN 9783593397177

Buch ‚Das Evernote-Buch‘

EvernoteIn der Reihe „Für Einsteiger – Quintessenz im Querformat“ hat der O’Reilly Verlag das ‚Evernote Buch‘ über den Cloud-Dienst Evernote herausgegeben. Evernote bietet sich dem Anwender als virtuelles Gedächtnis für Notizen aller Art an. Großer Vorteil ist dabei, dass Evernote für sehr viele Plattformen zugänglich ist und so auf sehr vielfältige Art verwendet werden kann

Im praktischen Querformat bietet das Buch Seite für Seite dem Einsteiger leicht verständliche Hilfe beim Einstieg in die Nutzung des Evernote Webdienstes. Nach einer kurzen Einleitung, was Evernote überhaupt für ein Dienst ist, wird der Leser Schritt für Schritt bei der Einrichtung und der Installation zu Evernote an die Hand genommen. Dabei werden für die verschiedenen Plattformen (PC, Mac, iOS, Android) die grundlegenden Funktionen vorgestellt.
Es folgen Grundlagen zur Verwendung für Text-, Foto-, Video-, Sprach- und Handschriftlichen Notizen. Praktische Hinweise zur Suche über Schlagwörter (Tags) und Ordnungsstrukturen helfen dem Beginner gleich vom Start an eine gute Struktur in seine Notizensammlung zu bekommen. Im weiteren gibt es dann Beispiele zur sinnvollen Verwendung dieses Webdienstes, mit praktischen Beispielen aus dem Alltag der Autoren.

Da Evernote als Webdienst auch Teamarbeit (kostenpflichtig) unterstützt, geht das Buch auch auf diese Möglichkeiten ein. Die Erläuterungen zu den Evernote-Apps und den Verknüpfungsmöglichkeiten mit anderen Webdiensten wie Google Mail und Kalender oder auch IFTTT (If This Than That) runden das Buch ab.

Für jeden, der in Evernote einsteigen möchte und bisher nur wenig Erfahrungen mit Webdiensten hat, ist dieses Buch eine gute Hilfe. Durch seinen strukturierten Aufbau und die verständliche Sprache ist es gerade für Einsteiger eine echte Hilfe!
Ich selbst nutze Evernote bisher nur sporadisch, aber durch die Tipps aus diesem Buch habe ich für mich einige neue Möglichkeiten entdeckt die ich nun im Alltag probieren werde.

Evernote

Dominique Pleimling, Stefan Aufenanger
1. Auflage November 2013 
ISBN 978-3-95561-403-4
216 Seiten
Euro 19,90
eBook-Format: PDF
Euro 16,00

 

Eine Büchereikarte für jeden Schulanfänger

Heute gelesen, der Satz vom Leiter der Bücherei, Ingo Tschepe:

„Zur guten Tradition beim Schulanfang der Erstklässler sollte es gehören, dass in den Schultüten eine Büchereikarte steckt“

Recht hat er, wie kann man Kinder besser zum lesen animieren als mit einer eigenen Büchereikarte. Und das beste für die Eltern, dieses Geschenk ist kostenlos in den Norderstedter Büchereien. Zur Anmeldung benötigen die Eltern nur ihren Personalausweis und schon kann der Spaß für ihre Kinder beginnen.

Quelle: Zeitung, keine Verlinkung (LSR)

Erstausgabe der Schülerzeitung Coppywrite ist online

Da ist sie nun, die neue Schülerzeitung „Coppywrite“ am Coppernicus-Gymnasium Norderstedt ist online.
Das es nach Jahren wieder eine Schülerzeitung gibt ist dem Einsatz von Herrn Münster und seiner emsigen Redaktion zu verdanken.
Warum ich darüber schreibe? Nun mein Sohn hat sich beteiligt und ich bin stolz darauf. Also Grund genug darüber zu schreiben, wie ich finde. Aber lest doch einfach selbst.

 

Buch ‚Das Facebook-Buch für Eltern‘

Als Eltern haben wir zu Hause gerade aktuell dieses Thema Facebook (FB) und so hat mich der Titel ‚Das Facebook-Buch für Eltern‘ neugierig gemacht. Mit zwei pubertierenden Jungs bleibt dieses Thema nicht aus, den ‚alle‘ an der Schule haben das doch auch. 😉
Da wird ein Kind dann schon mal schräg angeguckt, wenn es dann keinen Facebook-Account hat. Entsprechend habe ich das Buch quasi als ‚Betroffener‘ gelesen.

In der Einleitung geht das Buch auf die sich wandelnden Kommunikationswege unserer Gesellschaft ein. Es kommt zu dem Schluss, dass beide Seiten, Eltern und Kinder, ein Recht auf ‚ihre‘ Art der Kommunikation haben. Eltern sollten daher ihre Kinder in die neue mediale Welt begleiten und diese nicht pauschal verdammen, gerade wenn sie diese digitale Welt selbst nicht nutzen wollen.
Als aktiver Nutzer des Internets hat mir diese Aussage natürlich gefallen. Die Nutzung von Dingen aus und mit dem Netz ist inzwischen soweit in unser aller Alltag eingedrungen, dass man sich besser damit beschäftigen sollte. Nur so kann man bewusst mit den Möglichkeiten, aber auch den Risiken umgehen. Und genau das ist auch der Grundtenor des Buches.

Im Buch wird FB mit seiner bisherigen Geschichte vorgestellt. Das ist interessant für alle Eltern, die sich noch nie damit befasst haben. Dann folgen Kapitel zu den Grundfunktionen, über die Bedienung und Nutzung von FB. Alles ist immer kurz, teilweise meiner Meinung nach fast schon zu kurz, auf einer Seite abgehandelt. Die Themen im jeweiligen Kapitel bauen dabei logisch aufeinander auf.

Die lesenden Eltern erhalten so einen Einblick in FB und dessen Nutzung durch die Jugendlichen von heute. Informationen über die Frage ‚Wie begleite ich mein Kind‘ umfassen neben den Grundeinstellungen des FB-Accounts auch die Frage nach dem zeitlichen Zugriff auf FB. Wichtig sind die Hinweise zu den rechtlichen Themen wie Urheber- und Bildrechte. Informativ fand ich die Seiten zum Schutz der Privatsphäre, soweit das bei einer Nutzung von FB überhaupt möglich ist. Die mobile Nutzung von FB ist ebenso ein Thema, wie auch die Frage womit FB eigentlich sein Geld verdient um seine Dienste dem Anwender kostenlos anbieten zu können.

Das Buch ist für mich nur bedingt geeignet gewesen, da ich bereits zu viel über das Thema vorher gewusst habe. Aber für alle Eltern die mit Internet, Facebook und sozialen Netzwerken so gar nichts anzufangen wissen, kann das Buch eine Hilfe zum Einstieg in diese Themen sein. Wer sich bereits ein wenig mit FB beschäftigt hat, findet immerhin noch ein paar Hinweise und Tipps die ihm weiterhelfen.

Aber das Buch ist kein fester Leitfaden für unsichere Eltern! Es kann lediglich die Dinge rundum FB erläutern und dem Leser Tipps und Anregungen für den Umgang mit FB geben. Die konkrete Umsetzung müssen Eltern selbst, gemeinsam mit ihren Kindern, übernehmen.

„Wichig ist nur, dass Sie aufgeschlossen und interessiert sind und bleiben“ – Dem ist nichts hinzuzufügen!

FB_Buch

 

 

 

 
 
Tobias Albers-Heinemann & Björn Friedrich
1.Auflage Oktober 2012, O’Reilly Verlag
ISBN 978-3-86899-379-0
336 Seiten, broschiert
Euro 17,90
eBook-Format: PDF 
Euro 14,00

Buch ‚Kabelsalat‘

‚Wie ich einem kaputtem Kabel folgte und das Innere des Internet entdeckte‘, im Original ‚Tubes. A journey to the center of the Internet‘
Der Untertitel gibt es schon die Richtung des Buches aus dem Knaus Verlag vor, wobei ich den englischen Untertitel noch treffender finde – ein Reisebericht zu den realen Orten des Internet.

Es beginnt mit dem Ausfall der Internetverbindung in der Wohnung des Journalisten Andrew Blum (@ajblum) in New York. Auf der Suche nach der Ursache dieser Störung landet er dann im Hinterhof seiner Wohnung, wo ein Eichhörnchen offenbar an der Leitung geknabbert hat. Dieses Ereignis war der Auslöser für den Autor, er macht sich immer mehr Gedanken darüber was es bedeutet ‚online‘ zu sein. Er fragt sich, wo und was sind die körperlichen Strukturen des Internet?
Andrew Blum beginnt so seine ganz persönliche Reise, was hier wörtlich zu verstehen ist, er sucht verschiedenste Orte des Internets auf und trifft sich dort mit den Menschen vor Ort. Konkret besucht er Orte wo das Internet physisch anfassbar ist. Der Leser erfährt gemeinsam mit ihm dabei etwas über die Anfänge des Internets, seine Entwicklung und das frühere Entscheidungen noch heute Auswirkungen auf das Internet haben. Es ist eine Reise entlang der Glasfaserstränge an verschiedenste Orte auf der Welt und mit immer wieder überraschenden Perspektivwechseln.
Am Ende ist das Netz für ihn (und ein Stück auch für die Leser) ‚kein formloses Knäul mehr, sondern ein Geflecht aus ganz konkreten Wegen, das die vertraute physische Geographie der Erde überlagert‘.

Wer sich für das Netz der Netze mehr interessiert als ’nur online zu sein‘, dem sei dieses Buch empfohlen. Es kommt ohne technische Ausdrucksweisen aus, so dass es auch nicht IT’ler es leicht verstehe können und vermittelt allen Lesern eine andere Sicht auf das fast schon alltägliche Internet. So wie Andrew Blum am Ende feststellt, das Netz ist ‚keine physische oder virtuelle Welt, sondern eine menschliche. … Von einer Warte aus gibt es dort nur eines: Sie. Mich. Ganz egal, wo ich bin und wo sie sind‘.

Autor: Andrew Blum
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Albrecht Knaus Verlag (22. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3813503887
ISBN-13: 978-3813503883
Euro 19,99