Archiv der Kategorie: Ausland

Eine Million freie Photos der britischen Inseln

Durch den Schockwellenreiter bin ich auf die Photo-Community Geograph.org aufmerksam geworden. Dort kann man Fotos von Großbritannien und Irland ansehen.

Die Photos stehen unter einer CC-Lizenz, sind alle mit Geotags versehen und können über eine Karte gesucht und gefunden werden. Zu jedem Photo gibt es einen netten Kartenausschnitt von OS Get-a-Map und auch eine KML-Datei. So etwas wünsche ich mir für andere Regionen auch.

Dem konnte ich nicht wiederstehen und hab mal Erinnerungen an Irland aufgefrischt – schön 😉

[Boing Boing, Photo (cc): C Michael Hogan]

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Manipulierte Kreditkartenleser

In einigen Kreditkartenlesern großer Lebensmitteldiscounter wurden kleine Zusatzplatinen entdeckt, die Kreditkartendaten sammeln und einmal am Tag per Mobilfunk an eine Nummer im pakistanischen Lahore senden.

Entdeckt wurden laut Heise diese maipulierten Leser in britische Filialen von Wal-Mart und Tesco. Aufgefolgen ist das Ganze nur durch die Aufmerksamkeit eines Wachmanns, der verdächtige Störgeräusche auf seinem Handy hatte. Der Mann verdient eine Belohnung!

Der Schaden soll sich nach Angaben der britischen Strafverfolgungsbehörden bereits auf umgerechnet 37 bis 75 Millionen Euro belaufen.

Die Geräte wurden in China hergestellt (wird eigentlich irgendwo anders noch etwas gefertigt?) und es ist noch nicht geklärt wie die Zusatzelektronik in die Lesergeräte gekommen ist.

Frag mich, ob nun nicht auch bei uns diese Geräte untersucht werden sollten?! Wäre das nicht Pflicht für den ‚Hersteller‘ dieser manipulierten Geräte alle seine Kunden zu unterrichten?

Wer haftet eigentlich in dem Fall, wenn mir durch so einen Leser meine Kreditkartendaten geklaut werden? Im Zweifel kann ich als Kunde ja nicht einmal sagen wie oder wo meine Daten geklaut wurden.

Schöne moderne Zahlungsarten sind das. Also zurück zum Geldbeutel des Mittelalters, gefüllt mit meinen Dukaten, oder?

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eBay kickt sich ins Abseits

Lese gerade bei Heise, das eBay in den USA ab Oktober keine Banküberweisungen und keine Zahlungen per Scheck mehr zu lassen will.

Ab dann sollen auf der  „US-amerikanischen eBay-Plattform eingestellten Artikel über PayPal, per Kreditkarte oder über den kostenpflichtigen ProPay-Dienst (Mitgliedsbeitrag ab 35 Dollar pro Jahr plus Transaktionsgebühren) bezahlt werden. Möglich ist auch noch eine Barzahlung bei Abholung eines Artikels.

Da eBay üblicherweise in einem Markt mit Änderungen anfängt, können wir uns denken wann das auch für die Deutsche eBay Plattform gelten wird.

Obwohl: „In Australien hatte eBay mit dieser Taktik allerdings keinen Erfolg: Nachdem die zuständigen Verbraucherschützer dem Unternehmen drastische Sanktionen wegen Wettbewerbsbehinderung androhten, ließ eBay die Pläne eines PayPal-Zwangs in Down Under kurzerhand wieder fallen.“

Mit solchen Massnahmen versucht eBay die Kunden vollständig an sich zu binden, gehört doch PayPal zum Konzern. Irgendwie wird für mich eBay damit völlig uninteressant. Es laufen eh fast nur noch gewerbliche ‚Auktionen‘, echte Schnäppchen sind (fast) nicht mehr zu machen und die Preise liegen teilweise höher (inklusive Versand gerechnet!) als wenn ich im Laden um die Ecke kaufe oder bei anderen Online-Händlern.

Warum also noch eBay?

Hasta la vista baby – Deine beste Zeit ist um.

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Nachfolger der Audio-CD

Laut Heise online bringen die Major-Labels EMI, Sony BMG, Universal und Warner die wichtigsten CD-Titel zum Weihnachtsgeschäft in den USA parallel auf MicroSD-Speicherkarten heraus.

Foto: Sandisk

Diese Version nennt sich dann slotMusic mit 1 GByte Kapazität, auf denen die Musik im MP3-Format mit 320 kBit/s ohne DRM-Schutz gespeichert werden soll. Preise für die slotMusic-Karten werden noch nicht genannt, ebensowenig ob oder wann das Angebot in Europa erhältlich sein wird.

Verstehe ich richtig, die schreiben die Mucke ohne Kopierschutz auf eine Speicherkarte?! Ja unglaublich, da fällt bei den Amis dann Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Kann es sein das sich die großen Labels plötzlich bewegen? Wo ist der Haken???

Update: Auch die Welt schreibt schon darüber. Danach bringt Sandisk diese Form als Nachfolger der CD auf den US Markt.

Laut „New York Times“ soll ein Album etwa sieben bis zehn Dollar kosten, umgerechnet etwa 4,80 bis 6,90 Euro.„. Damit kennen wir nun die Preisvorstellung, die Musik selbst soll auf der Karte im MP3-Format gespeichert sein. Der Preis für ein Album von 5 – 7 € finde ich schon ok, bedenkt man was eine CD heute kostet – deren Preis sehe ich als zu hoch an.

Mal sehen was aus dieser Ankündigung noch wird.

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LHC funktioniert

Das waren sicher spannende Momente als der erste Strahl in den LHC Ring im CERN geschickt wurde.

Der Ring besteht aus acht Segmenten, die nach und nach für den Strahl freigegeben wurden. Dann wars soweit.

Weit schneller als erwartet schaffte es die CERN-Crew rund um den „Master of the Beams“, LHC-Projektleiter Lyn Evans, den kompletten Ring des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC zu schließen. Nur knapp eine Stunde nach dem Start, genau um 10:26, war der Ring geschlossen, die Protonen zirkelten im Kreis.

Das ist spannende Physik am Rande des menschlichen Wissens.

[via Heise online]

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Der LHC startet morgen

Morgen starten im CERN (Homepage) die ersten Läufe mit dem LHC (Large Hadron Collider). Zu erst werden ’nur‘ Protonen in einer Richtung durch den Ring gejagt. Zu den ersten Kollisionen wird es dann erst im Oktober kommen.
Bei so einer Anlage dauerts halt bis sie voll genutzt werden kann.

Foto AFP

Und dann wartet die Physikwelt gespannt auf die ersten Ergebnisse. Wird dabei das Higgs-Teilchen entdeckt?

Die Wartezeit können sich die Physiker ja mit dem LHC-Rap der ‚Les Horribles Cernettes‚ verkürzen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM]

Die Damen vom Cern singen seit 1990 über die Welt der Teilchen im Cern und waren die erste
Band mit einer eigenen Homepage und Fotos im Web. Physik kann also auch Spaß machen.

[via Welt]

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Die vierte Macht? (Update)

Es gibt Zufälle, lese ich doch heute morgen in der Welt vom zehnjährigen Geburtstag von Google am kommenden Wochenende. (In der Zeitung war ne nette Timeline über die zehn Jahre mit den Schritten der Google Entwicklungen. Leider nicht online zu finden..)

Dann schreibt Cem in seinem Blog, dass Google seinen eigenen Browser heraus bringt. Google Chrome heißt das Teil, wird Open Source sein und als Beta erstmal nur für Windows herauskommen. Voll die Microsoft Strategie, erst Mal ankündigen und damit alle anderen lähmen.
Der Google Blog verlinkt einen Comic über Chrome der viele Details beschreibt. Witzige Idee das mal so vorzustellen. Und hier gibts dann ein paar Screenshots von Google Chrome (Danke Ish)

Geschickt besetzt damit Google die gesamte Strecke im Web, von der Suche über die Dienste bis auf die Maschine des Anwenders. Der Browser ist das System, ade ihr Betriebssysteme – wie ihr auch immer heißen mögt. Cem bringt es auf dem Punkt: „Google ist auf dem Weg zum Monopolisten. Mir wird leicht mulmig.“

Da stimme ich ihm zu, hier wird eine Firma immer stärker und das weltweit. Eine neue Macht, neben Staaten, Religionen und den alten Konzernen, entsteht vor unser aller Augen. Scheinbar mühelos überrennt Google sie alle.

Und wir arbeiten fleißig daran mit, nutzen die Suche, GMail, YouTube und wie die Angebote von Google alle heißen.  Google nutzen (fast) alle, Google kennt damit (uns) alle(s) und sammelt immer mehr an Informationen.
Wo bringt uns das hin? Wird das zum Schaden oder zum Nutzen sein?

Monopole waren immer schlecht für die Menschheit, in der IT hat Microsoft das nur zu deutlich gezeigt.
Nur gibt es noch ein Zurück von Google? Oder tritt dann nur ein anderer Spieler an deren Stelle?

Update: Gerade bei Robert gelesen, in Chrome wird Google eine UAP (unique application numbers) enthalten! Super Sache für Google wie Volker zeigt:

Your copy of Google Chrome includes one or more unique application numbers. These numbers and information about your installation of the browser (e.g., version number, language) will be sent to Google when you first install and use it and when Google Chrome automatically checks for updates. If you choose to send usage statistics and crash reports to Google, the browser will send us this information along with a unique application number as well. Crash reports can contain information from files, applications and services that were running at the time of a malfunction.“

Damit scant uns Google dann total, ein Schelm wer dabei böses denkt (don’t be evil – oder?). Bekommst halt personalisierte Werbung via Chrome – besser kann’s für Google doch nicht laufen…

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Verbreitung von Nachnamen in der Welt

„Um die Verbreitung von Nachnamen auf einer Weltkarte darzustellen, greift das Worldnames-Projekt von Geografen des University College London (UCL) auf eine Datenbank von 300 Millionen Namen in 26 Ländern zu.“

10,8 Mio. Nachnamen und 6,5 Mio. Vornamen enthält die Datenbank, allerdings ist (noch) nicht die ganze Welt vertreten. In Afrika, Asien und Südamerika ist die Suche noch erfolglos.

Wenn man dann Erfolg hat, dann kann man in mehreren Stufen in Details einsteigen – soweit diese den schon Verfügbar sind. Klappt halt noch nicht überall. Interessante Spielerei für alle Ahnenforscher und ähnlich Interessierte.

Eine Besonderheit ist die Quelle wo die Daten hergekommen sind, die Forscher des Centre for Spatial Analysis haben die Daten aus Wahlregistern sowie Telefon- und Adressverzeichnissen abgekupfert !

Welche Brisanz in der aktuellen Datenschutzpannenserie weltweit. Einzig das hier die Details nicht für den Webuser nicht abrufbar sind – oder doch ?

[via Computerwoche]

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Das Ende der Space-Shuttles ist nahe

Heise Online meldet : „Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die Termine für die letzten zehn Flüge ihrer Space-Shuttle-Flotte bekannt gegeben. Danach wird die Raumfähre Atlantis ihren 32. und letzten Flug am 11. Februar 2010 antreten. Ziel der elftägigen Reise ist die Internationale Raumstation (ISS), die unter anderem weitere wissenschaftliche Geräte erhält. Die Schwesterfähren Discovery (38. Mission) und Endeavour (25. Mission) sollen am 8. April respektive 31. Mai 2010 zum letzten Mal ins All starten. Auch diese Missionen sind ISS-Support-Flüge.“

So endet eine Ära, tschüss Major Tom.

Im Jahr 2014 sollen dann die neuen Orion-Kapsel aus dem Constellation-Programm der NASA verfügbar sein.

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Keine Roaminggebühren im Inland

So urteilten Richter in Österreich gegen den Mobilfunknetzbetreibers One (Orange).

Voraus gegangen waren Telefongespräche in Österreich in der Nähe der Ungarischen Grenze. Ungewollt telefonierte der minderjährige Sohn der Angeklagten in einem ungarischen Mobilfunknetz.

„Bereits einen Tag später drehte One der Familie alle drei Mobilfunkanschlüsse ab, obwohl die Frau die unstrittigen Beträge gezahlt hatte. Daraufhin riss der Dame die Geduld und sie erklärte schriftlich ihren Rücktritt von allen drei Verträgen und gab die gebrauchten Endgeräte zurück. Als Reaktion sprach One seinerseits eine Kündigung aus und stellte alle Grundgebühren bis zum Ablauf der 24-monatigen Mindestvertragsdauer in Rechnung. Nachdem die Kundin nicht zahlte, klagte One den Gesamtbetrag von über 1.500 Euro zuzüglich Zinsen, Mahnspesen und Rücklastspesen ein.“

Wahnsinn wie Mobilfunkfimen reagieren, Kunde = König? Denkste – Dukatenesel

Aber das Gericht führte weiter aus:

„Auch im Anlassfall der umstrittenen Roaminggebühren gab das Gericht der Konsumentin Recht. „Ein redlicher Nutzer eines Mobilfunktelefons muss damit rechnen, im Ausland zu einem erhöhten Tarif zu telefonieren, nicht jedoch damit im Inland zum Auslandstarif zu telefonieren“, heißt es in der Urteilsbegründung. Der abgeschlossene Vertrag beinhalte „nicht zugleich die Willenserklärung im Inland einen Vertrag mit einem Roamingpartner im Ausland abschließen zu wollen.“ “

Die österreichschen Richter sind klasse, wie würde der Fall wohl in Deutschland verhandelt werden?!?

[via Heise Online]

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